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Google Consent Mode v2 einrichten: ohne Warnung im Tag Assistant

Die häufigste Warnung im Tag Assistant: Ein Tag hat die Einwilligung gelesen, bevor ein Standard gesetzt war. So vermeidest du sie und was beim Widerruf zählt.

Funktionen · · Stand · 5 Min. Lesezeit · Mit KI erstellt und KI-gestützt geprüft am

Google Consent Mode v2 einrichten: ohne Warnung im Tag Assistant
Foto: Sasun Bughdaryan auf Unsplash

Der Google Consent Mode v2 ist die Schnittstelle zwischen deinem Cookie-Banner und den Google-Tags. Das Banner erfährt, was der Besucher erlaubt, und der Consent Mode gibt diese Wahl an Google Analytics 4 (GA4) und Google Ads weiter. Damit er ohne Warnung im Tag Assistant läuft, muss der Standard vor allen anderen Tags gesetzt werden, die Zustimmung muss über eine Vorlage kommen, und ein Widerruf muss sofort wirken.

Version 2 hat zwei Einwilligungsarten ergänzt: ad_user_data für das Senden von Nutzerdaten zu Werbezwecken an Google und ad_personalization für personalisierte Werbung. Zusammen mit ad_storage und analytics_storage ergeben sich vier Signale. Laut Google brauchen Websites mit Besuchern aus dem Europäischen Wirtschaftsraum den Consent Mode v2, damit Messung und Werbefunktionen wie Remarketing für diese Besucher weiter funktionieren.

Die vier Signale des Google Consent Mode v2
SignalWofür es stehtBraucht es
analytics_storageAnalyse-Cookies speichernGA4
ad_storageWerbe-Cookies speichernGoogle Ads, Werbe-Tags anderer Anbieter
ad_user_dataNutzerdaten zu Werbezwecken an Google sendenGoogle Ads Conversions
ad_personalizationPersonalisierte Werbung, etwa RemarketingZielgruppen in Google Ads

Basis oder erweitert: welcher Modus?

Der Consent Mode kennt zwei Arten der Umsetzung. Im Basis-Modus laden Google-Tags erst, nachdem der Besucher im Banner entschieden hat. Lehnt er ab, geht nichts an Google. Im erweiterten Modus laden die Tags sofort, und ohne Zustimmung senden sie laut Google Signale ohne Cookies, aus denen Google fehlende Conversions modellieren kann.

Trackum richtet die Tags so ein, dass sie erst nach der Zustimmung laufen: Vor der Wahl im Banner geht dann gar nichts an Google. Das ist die zurückhaltendere Variante und am einfachsten zu prüfen. Wer die Modellierung des erweiterten Modus nutzen möchte, sollte vorher klären, ob die cookielosen Signale vor einer Einwilligung für seine Website zulässig sind. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

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Warum warnt der Tag Assistant vor einem zu späten Standard?

Die häufigste Warnung im Tag Assistant entsteht, weil ein Tag den Einwilligungsstatus liest, bevor ein Standard gesetzt war. Der Standard heißt: Alle Einwilligungsarten stehen auf abgelehnt, bis der Besucher etwas erlaubt. Im Google Tag Manager setzt ihn eine Vorlage, die setDefaultConsentState aufruft, auf dem Trigger Initialisierung der Einwilligung, Alle Seiten. Dieser Trigger läuft vor allen anderen.

Eine Falle zeigte sich in unseren eigenen Tests: Google verarbeitet den Standard erst, wenn die Vorlage fertig ist. Liest dieselbe Vorlage oder ein anderer Tag auf demselben Trigger die Einwilligung, etwa um einen Lauscher für spätere Änderungen anzumelden, zählt das als Lesen vor dem Standard. Der Tag Assistant zeigt dann die Warnung, und in der Browserkonsole steht google_tag_data.ics.wasSetLate auf true. Die Lösung: Die Standard-Vorlage setzt nur den Standard und liest nichts. Alles andere läuft erst auf dem nächsten Trigger, Initialisierung, Alle Seiten.

Zum Standard gehört außerdem eine kurze Wartezeit, im Consent Mode wait_for_update genannt. Google empfiehlt mindestens 500 Millisekunden, wenn das Banner die gespeicherte Wahl erst laden muss. In dieser Zeit warten Google-Tags auf das Update, statt mit dem Standard zu senden.

Wie kommt die Zustimmung sicher an?

Wählt der Besucher im Banner aus, wird die Zustimmung über updateConsentState aus einer Vorlage gesetzt. Ein gtag-Befehl aus einem Tag mit benutzerdefiniertem HTML ist dafür nicht sicher genug. Laut Google-Entwicklerdokumentation werden gtag-Befehle hinter allen anderen ausstehenden Nachrichten eingereiht und unter Umständen erst beim nächsten Ereignis verarbeitet. Dann kann ein Tag noch mit dem alten Stand auslösen, obwohl der Besucher schon zugestimmt hat.

Jeder Tag bekommt in seinen Einwilligungseinstellungen die Arten, die er braucht. GA4 braucht analytics_storage, Google Ads ad_storage und für Conversions ad_user_data, für Remarketing zusätzlich ad_personalization. Werbe-Tags anderer Anbieter wie das Meta Pixel, LinkedIn oder TikTok bekommen ad_storage, denn sie kennen den Consent Mode selbst nicht.

Was passiert beim Widerruf?

Ein Widerruf muss sofort wirken, nicht erst beim nächsten Seitenaufruf. Ein bereits geladener Google-Tag sendet nach einem Widerruf bis zum Neuladen weiter Signale an Google Analytics, wenn auch ohne Cookies. Trackum setzt deshalb beim Widerruf zusätzlich das Abschaltsignal von Google Analytics für die Mess-ID, ga-disable mit der jeweiligen Mess-ID. Damit hört GA4 sofort auf zu senden. Stimmt der Besucher später wieder zu, wird das Signal wieder freigegeben.

Dieser Lauscher für Änderungen läuft als eigene Vorlage auf dem Trigger Initialisierung, also nach dem Standard. So bleibt die Standard-Vorlage frei von Lesezugriffen, und der Tag Assistant zeigt keine Warnung.

Der häufigste Fehler ist der Standard auf dem falschen Trigger. Hängt die Standard-Vorlage am normalen Seitenaufruf statt an der Initialisierung der Einwilligung, können GA4 oder Google Ads schneller sein und senden, bevor überhaupt ein Standard existiert. Der zweite Fehler sind fehlende Signale: Viele ältere Banner setzen nur ad_storage und analytics_storage. Dann fehlen ad_user_data und ad_personalization, und Google Ads kann Conversions und Zielgruppen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum nur eingeschränkt nutzen.

Der dritte Fehler ist ein zweiter Standard. Steckt neben der Vorlage im Google Tag Manager noch ein gtag-Befehl für den Standard im Quelltext, etwa aus einem alten Plugin, setzen zwei Stellen unterschiedliche Werte. Und schließlich laufen manchmal Tags außerhalb des Google-Tag-Manager-Containers, etwa ein fest eingebautes Pixel im Theme, das den Consent Mode gar nicht kennt. Diese Fehler fallen in den Berichten nicht auf, nur im Test mit Vorschau, Tag Assistant und Netzwerk-Tab.

So prüfen wir jede Einrichtung

Jede Einrichtung wird vor dem Livegang in der Vorschau des Google Tag Managers und im Browser geprüft, in frischen Sitzungen ohne gespeicherte Wahl. Diese fünf Punkte müssen stimmen:

  • Vor der Wahl: keine Anfrage an Google Analytics, Google Ads oder Meta.
  • Nach Alle akzeptieren: alle Einwilligungsarten gewährt, Seitenaufruf genau einmal.
  • Nach Ablehnen: keine Anfrage an Analyse- und Werbedienste.
  • Tag Assistant: keine Warnung zur Einwilligung.
  • Neu laden: kein Banner, die gespeicherte Wahl wird übernommen.

Du kannst dieselben Punkte selbst prüfen: Öffne die Seite in einem privaten Fenster, lass die Entwicklertools mit dem Reiter Netzwerk offen und klicke dich durch die drei Fälle. Im Tag Assistant siehst du im Bereich Einwilligung für jedes Ereignis den Standard und das Update.

Was kostet die Einrichtung?

Der Consent Mode v2 ist bei Trackum Teil der Einrichtung für 150 €, zusammen mit Google Tag Manager, GA4 und bis zu 15 Ereignissen, getestet und live innerhalb eines Werktags. Ein eigener Cookie-Banner mit Consent Mode v2 kommt als Extra für 50 € plus 4,90 € im Monat dazu, im Abo ist er enthalten. Ob deine Seite heute vor der Einwilligung sendet, zeigt der kostenlose Gratis-Check unter trackum.app/check. Alle Preise zzgl. MwSt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Basis- und erweitertem Consent Mode?

Im Basis-Modus laden Google-Tags erst nach der Zustimmung, vorher geht nichts an Google. Im erweiterten Modus laden sie sofort und senden ohne Zustimmung Signale ohne Cookies, die Google für Modellierung nutzt. Trackum richtet die Tags so ein, dass sie erst nach der Zustimmung laufen.

Woran erkenne ich, dass der Standard zu spät gesetzt wird?

Im Tag Assistant erscheint eine Warnung, dass der Einwilligungsstatus gelesen wurde, bevor ein Standard festgelegt war. In der Browserkonsole zeigt der Wert google_tag_data.ics.wasSetLate dann true.

Muss jeder Tag einzeln Einwilligungseinstellungen bekommen?

Ja. Jeder Tag bekommt die Einwilligungsarten, die er braucht. Analyse-Tags brauchen analytics_storage, Werbe-Tags ad_storage und für Nutzerdaten an Google zusätzlich ad_user_data.

Brauche ich Consent Mode v2, wenn ich keine Google Ads schalte?

Er hilft auch dann, weil er die Wahl aus dem Cookie-Banner einheitlich an alle Google-Tags weitergibt. Laut Google ist er vor allem nötig, wenn du Daten von Besuchern aus dem Europäischen Wirtschaftsraum für Werbefunktionen wie Remarketing und Conversion-Messung nutzen willst.

Quellen

  1. Google for Developers: Vorlage für den Einwilligungsmodus erstellen developers.google.com
  2. Google for Developers: Einwilligungsmodus, Übersicht developers.google.com
  3. Google for Developers: Fehlerbehebung beim Einwilligungsmodus mit dem Tag Assistant developers.google.com
  4. Tag Manager-Hilfe: Aktualisierung des Einwilligungsmodus für Traffic im EWR support.google.com
  5. Google for Developers: Datenschutz für Nutzer (Google Analytics deaktivieren) developers.google.com
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