Marketing-Wochenbericht: Vorlage und automatischer Versand
Besucher, Anfragen, Verkäufe, Werbekosten und ROAS je Kampagne auf einer Seite, jeden Montag im Postfach. So baust du den Wochenbericht und vermeidest die typischen Fehler.

Ein Marketing-Wochenbericht fasst jeden Montag die Zahlen der Vorwoche auf einer Seite zusammen: Besucher, Anfragen, Verkäufe, Werbekosten und ROAS je Kampagne, jeweils mit Vergleich zur Woche davor. Automatisch wird er, wenn die Zahlen direkt aus Google Analytics 4 (GA4), den Werbekonten und Shop oder CRM kommen und der Versand per Zeitplan läuft. Dafür reichen ein Berichtswerkzeug wie Data Studio mit E-Mail-Zeitplan, eine gepflegte Tabelle oder ein fertiges Marketing-Dashboard mit Wochenmail.
Welche Zahlen gehören in den Marketing-Wochenbericht?
In den Marketing-Wochenbericht gehören nur Zahlen, auf die du reagieren würdest. Fünf Kennzahlen reichen für die meisten kleinen und mittleren Firmen. Besucher zeigen, ob überhaupt jemand kommt. Anfragen oder Bestellungen zeigen, ob die Website ihren Zweck erfüllt. Verkäufe oder Umsatz zeigen, ob aus Anfragen Geld wird. Werbekosten je Plattform zeigen, was das gekostet hat. Und der ROAS je Kampagne, also Umsatz geteilt durch Werbekosten, zeigt, wo sich die Werbung lohnt.
Jede Zahl braucht einen Vergleichswert, sonst kann niemand sie einordnen. Für einen Wochenreport im Marketing ist das die Vorwoche, bei saisonalen Geschäften zusätzlich dieselbe Woche im Vorjahr. Kosten je Anfrage ergänzen das Bild, wenn du mit Anfragen statt mit Shop-Umsatz arbeitest. Alles andere, etwa Absprungraten oder Verweildauer, gehört ins Dashboard und nicht in die Mail.
Marketing-Report-Vorlage: so ist der Bericht aufgebaut
Eine gute Marketing-Report-Vorlage passt auf eine Bildschirmseite. Oben stehen drei Sätze Einordnung, darunter die Kennzahlen, ganz unten die Tabelle je Kampagne. Wer nur den Überblick braucht, liest die ersten Zeilen und ist fertig.
| Zeile | Inhalt | Quelle |
|---|---|---|
| Einordnung | Drei Sätze: was gut lief, was auffällt, was du tust | Von Hand oder fester Textbaustein |
| Besucher | Besuche gesamt und je Kanal, Vergleich Vorwoche | GA4 |
| Anfragen und Bestellungen | Anzahl, Vergleich Vorwoche, Kosten je Anfrage | GA4, besser Shop oder CRM |
| Verkäufe und Umsatz | Abschlüsse und Umsatz der Woche | Shop, CRM oder Warenwirtschaft |
| Werbekosten | Kosten je Plattform | Google Ads, Meta, LinkedIn, Microsoft Ads |
| Kampagnen | Kosten, Conversions und ROAS je Kampagne | Werbeplattformen plus Umsatz aus Shop oder CRM |
Schreib unter jede Zahl klein die Quelle. Das spart Diskussionen, wenn Google Ads 40 Conversions zeigt und GA4 nur 30. Die Werbeplattformen zählen nach eigenen Regeln und ordnen dieselbe Bestellung teils mehrfach zu. Addiere deshalb nie Conversions aus Google Ads und Meta zu einer Summe, sondern nimm die echte Zahl der Anfragen und Bestellungen aus Shop oder CRM.
Die drei Sätze Einordnung sind der Teil, den die meisten Vorlagen weglassen, obwohl er den größten Nutzen hat. Ein Beispiel: Anfragen gestiegen, weil die neue Kampagne für Wartungsverträge läuft. Kosten je Anfrage gesunken. Nächste Woche das Budget der alten Kampagne prüfen. Wer so schreibt, zwingt sich, aus den Zahlen eine Entscheidung abzuleiten, und genau dafür gibt es den Bericht.
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Wie baust du den Bericht in Data Studio selbst?
Data Studio, das kostenlose Berichtswerkzeug von Google, hieß bis April 2026 Looker Studio. Es verbindet GA4 und Google Ads direkt und kann Berichte per Zeitplan als E-Mail verschicken. Für einen automatischen Marketing-Report gehst du so vor:
- Neuen Bericht anlegen und GA4 sowie Google Ads als Datenquellen verbinden, am besten über ein gemeinsames Firmenkonto.
- Kosten von Meta oder LinkedIn über einen Konnektor oder eine Google-Tabelle einbinden, die regelmäßig befüllt wird.
- Als Zeitraum die letzte volle Woche von Montag bis Sonntag wählen und den Vergleich mit dem vorherigen Zeitraum aktivieren.
- Kennzahlen als Übersichtskacheln oben anlegen, die Kampagnen-Tabelle darunter.
- Über das Menü zum Teilen den E-Mail-Versand planen, zum Beispiel wöchentlich am Montag um 9 Uhr.
Laut Google-Hilfe legst du beim geplanten Versand Empfänger, Betreff, die enthaltenen Seiten, Startzeit und Häufigkeit fest. Plane den Versand nicht zu früh: GA4 verarbeitet Daten laut Google-Hilfe teils noch 24 bis 48 Stunden nach. Ein Bericht um 6 Uhr am Montag zeigt den Sonntag oft noch unvollständig. Achte außerdem darauf, dass alle Quellen dieselbe Zeitzone und Währung nutzen.
Reicht eine Tabelle oder ein Bericht aus Google Ads?
Für sehr kleine Firmen reicht oft eine Tabelle in Google Sheets oder Excel. Jeden Montag trägt jemand fünf Zahlen ein, das dauert eine Viertelstunde. Der Nachteil: Es hängt an einer Person, und im Urlaub fällt der Bericht aus. Google Ads kann gespeicherte Berichte laut Google-Hilfe selbst nach Zeitplan per E-Mail an Personen mit Kontozugriff schicken. Ein solcher Bericht, der automatisch jeden Montag kommt, ist ein guter Einstieg, zeigt aber nur Kosten und Conversions aus Google Ads, keine echten Anfragen und keine Umsätze aus dem CRM.
Eine sinnvolle Zwischenlösung ist eine Tabelle, in die Werbekosten und Conversions automatisch geschrieben werden, während die Zahl der Aufträge von Hand aus dem CRM kommt. So bleibt der Aufwand klein, und die wichtigste Zahl, nämlich was am Ende verkauft wurde, steht trotzdem drin. Sobald mehr als zwei Werbeplattformen oder mehrere Personen am Bericht hängen, lohnt sich ein richtiges Berichtswerkzeug oder ein fertiges Dashboard.
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Welche Fehler machen den automatischen Wochenbericht wertlos?
Die meisten Fehler im Wochenbericht fallen nicht auf, weil die Zahlen plausibel aussehen. Eine einfache Kontrolle hilft: Vergleiche einmal im Monat die Anfragen im Bericht mit den Anfragen, die tatsächlich im Postfach oder im CRM angekommen sind. Weichen beide stark voneinander ab, liegt das Problem fast immer im Tracking und nicht im Bericht. Diese Punkte solltest du regelmäßig prüfen:
- Nach einem Relaunch fehlt das Anfrage-Ereignis, und der Bericht zeigt wochenlang null Anfragen, ohne dass es jemand merkt.
- Der Zeitraum wechselt zwischen letzte 7 Tage und Montag bis Sonntag, die Vergleiche stimmen dann nicht.
- Conversions aus mehreren Plattformen werden addiert und ergeben mehr Anfragen, als es gab.
- Der ROAS wird mit Conversion-Werten der Plattform statt mit echten Umsätzen berechnet.
- Eine Datenquelle hängt am Konto einer Person, die das Unternehmen verlassen hat.
Beispiel aus der Praxis: B2B-Dienstleister mit Google Ads
Ein IT-Dienstleister mit zwölf Mitarbeitern wirbt mit Google Ads und LinkedIn. Bisher schaute der Geschäftsführer einmal im Monat in Google Ads und wunderte sich über die Kosten. Der neue Wochenbericht zeigt jeden Montag Besucher, Anfragen aus dem Kontaktformular, die Zahl der Angebote und Aufträge aus Pipedrive sowie die Kosten beider Plattformen. Nach drei Wochen fällt auf, dass eine Kampagne viele Anfragen bringt, aber kaum Aufträge. Erst die Verbindung von Werbekosten und CRM macht das sichtbar. Ohne diese Verbindung hätte die Kampagne als die beste gegolten.
Wochenbericht ohne Bastelei: das Trackum-Dashboard
Wenn du keinen Bericht bauen und pflegen willst, bekommst du mit dem Trackum-Dashboard die Zahlen fertig: Besucher, Anfragen, Verkäufe, Werbekosten und ROAS je Kampagne, täglich aktuell, und jeden Montag eine Wochenmail. Das Dashboard kostet als Extra einmalig 50 € zzgl. MwSt. und ist im Abo von Trackum für 19 € im Monat enthalten. Über die Datenanbindung für 50 € je System kommen echte Umsätze aus HubSpot, Pipedrive, Shopify, WooCommerce, weclapp, Odoo oder Xentral dazu. Für das Dashboard wird dort nur gelesen und nichts geändert, und gezählt wird je Kanal, nicht je Person.
Die Voraussetzung bleibt dieselbe wie beim Eigenbau: Das Tracking muss stimmen. Ob deine Seite überhaupt sauber misst, zeigt der kostenlose Gratis-Check von Trackum in zwei Minuten. Er öffnet deine Startseite dreimal in einem echten Browser, mit unbeantwortetem, abgelehntem und akzeptiertem Cookie-Banner, und zeigt, welche Tags dabei senden. Formulare und Käufe prüft er nicht, die werden bei jeder Einrichtung mit einer echten Testanfrage getestet.
Häufige Fragen
An welchem Tag sollte der Marketing-Wochenbericht kommen?
Am besten am Montagvormittag mit der abgeschlossenen Vorwoche von Montag bis Sonntag. Weil Google Analytics 4 Daten bis zu zwei Tage nachverarbeitet, können die Werte für Sonntag noch leicht steigen. Wichtig ist, dass der Bericht jede Woche nach derselben Regel entsteht, damit die Vergleiche fair bleiben.
Was ist der Unterschied zwischen Dashboard und Wochenbericht?
Ein Dashboard ist eine Seite, die du öffnest, wenn du etwas wissen willst, und die meist täglich aktualisiert wird. Der Wochenbericht kommt von selbst ins Postfach und zeigt nur die wichtigsten Zahlen mit Vergleich zur Vorwoche. Viele Teams nutzen beides: die Mail für den Überblick, das Dashboard für die Details.
Kann Google Ads Berichte automatisch per E-Mail verschicken?
Ja. In Google Ads kannst du gespeicherte Berichte planen und regelmäßig per E-Mail verschicken lassen, zum Beispiel jeden Montag. Diese Berichte enthalten aber nur Zahlen aus Google Ads. Anfragen aus dem CRM, Umsätze aus dem Shop oder Kosten von Meta fehlen darin.
Wie berechne ich den ROAS im Wochenbericht?
ROAS ist der Umsatz geteilt durch die Werbekosten im selben Zeitraum. Bringen 500 € Werbekosten 2.000 € Umsatz, liegt der ROAS bei 4, oft auch als 400 % angegeben. Für Anfragen ohne direkten Umsatz brauchst du dafür Auftragswerte aus dem CRM oder einen festgelegten Wert je Anfrage.
Quellen
- Data Studio-Hilfe: Berichte per E-Mail planen support.google.com
- Google Cloud Blog: Data Studio returns (formerly Looker Studio), April 2026 cloud.google.com
- Google Ads-Hilfe: Berichte erstellen und verwalten support.google.com
- Google Analytics-Hilfe: Datenaktualität support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Gebotsstrategie „Ziel-ROAS“ support.google.com
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