gclid, fbclid, gbraid, wbraid: Klick-IDs einfach erklärt
Klick-IDs wie gclid und fbclid verbinden einen Anzeigenklick mit einer späteren Anfrage oder einem Kauf. So funktionieren sie, so gehen sie verloren, so bewahrst du sie.

Die gclid ist eine Klick-ID, die Google Ads an die Adresse deiner Landingpage anhängt, wenn jemand auf eine Anzeige klickt. Die fbclid ist das Gegenstück von Meta für Klicks aus Facebook und Instagram. gbraid und wbraid sind Varianten von Google für Klicks von Apple-Geräten. Alle haben dieselbe Aufgabe: Sie verbinden einen Werbeklick mit dem, was danach passiert, also einem Kauf, einer Anfrage oder einem Anruf. Geht die Klick-ID unterwegs verloren, weiß die Werbeplattform nicht mehr, welche Anzeige die Conversion gebracht hat.
Was ist gclid und wer hängt sie an?
Der gclid-Parameter steht für Google Click Identifier. Google Ads hängt sie an die Zieladresse, wenn im Konto die automatische Tag-Kennzeichnung aktiv ist. Ein Klick führt dann nicht auf beispiel.de/angebot, sondern auf beispiel.de/angebot?gclid= mit einer langen Zeichenkette dahinter. Jede Zeichenkette ist einmalig und steht für genau einen Klick.
Auf deiner Website liest das Conversion-Verknüpfungs-Tag im Google Tag Manager oder das Google-Tag den gclid-Parameter aus und speichert ihn in einem First-Party-Cookie auf deiner Domain. Kauft die Person später oder schickt ein Formular ab, liest das Conversion-Tag den Wert aus dem Cookie und schickt ihn mit. So weiß Google Ads, zu welcher Kampagne, Anzeigengruppe und welchem Keyword die Conversion gehört.
Die automatische Tag-Kennzeichnung ersetzt die UTM-Parameter nicht, beide ergänzen sich. UTM-Parameter wie utm_source und utm_campaign beschreiben die Kampagne in Worten und funktionieren mit jedem Werkzeug, auch in deinem CRM. Die gclid dagegen kann nur Google auslesen, liefert dafür aber die genaue Zuordnung bis zum einzelnen Klick. Prüfe in den Kontoeinstellungen von Google Ads, ob die automatische Tag-Kennzeichnung eingeschaltet ist. Bei neuen Konten ist sie in der Regel aktiv, bei älteren Konten wurde sie manchmal bewusst ausgeschaltet, etwa weil ein Shop-System mit unbekannten Parametern nicht umgehen konnte. Dieses Problem lässt sich heute meist anders lösen.
gbraid und wbraid: Klick-IDs für Apple-Geräte
Seit Apple mit iOS 14 strengere Regeln für App-Tracking eingeführt hat, nutzt Google für bestimmte Klicks von iPhones und iPads statt der gclid die Parameter gbraid und wbraid. Laut der Dokumentation der Google Ads API erscheint wbraid, wenn jemand in einer iOS-App auf eine Anzeige klickt und auf einer Website landet. gbraid erscheint, wenn jemand im Web auf eine Anzeige klickt und in einer iOS-App landet.
Für Website-Betreiber heißt das: Siehst du in deinen Server-Logs oder Formulardaten gbraid oder wbraid statt einer gclid, ist das kein Fehler. Die Werte sollten genauso erhalten bleiben und an Google Ads zurückgehen wie die gclid. Wer Offline-Conversions importiert, braucht je nach Fall eines der drei Felder.
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fbclid und die Klick-IDs anderer Plattformen
Meta hängt die fbclid an Links an, die aus Facebook oder Instagram auf externe Seiten führen. Das Meta Pixel speichert den Wert im Cookie _fbc auf deiner Domain. Bei der Conversions API wird er im Feld fbc mitgeschickt und verbessert die Zuordnung der Server-Ereignisse. Auch andere Plattformen arbeiten mit eigenen Klick-IDs.
| Klick-ID | Plattform | Wann sie angehängt wird | Gespeichert in |
|---|---|---|---|
| gclid | Google Ads | Automatische Tag-Kennzeichnung aktiv | Cookie _gcl_aw |
| gbraid, wbraid | Google Ads | Bestimmte Klicks zwischen iOS-Apps und Web | Cookies des Google-Tags |
| fbclid | Meta | Links aus Facebook und Instagram | Cookie _fbc |
| msclkid | Microsoft Advertising | Automatische Kennzeichnung aktiv | Cookie des UET-Tags |
| ttclid | TikTok | Klicks aus TikTok-Anzeigen | Cookie des TikTok Pixels |
| li_fat_id | Klicks aus LinkedIn-Anzeigen | Cookie des LinkedIn Insight Tag |
Wofür werden Klick-IDs gebraucht?
Die erste Aufgabe von Klick-IDs ist die Zuordnung auf der Website selbst. Wenn eine Person auf eine Anzeige klickt und am selben Tag kauft, verbindet die Klick-ID den Kauf mit der Anzeige. Ohne sie bleibt nur eine grobe Schätzung. Die Gebotsstrategien in Google Ads und die Optimierung bei Meta arbeiten dann mit weniger Signalen und treffen schlechtere Entscheidungen.
Die zweite Aufgabe von Klick-IDs sind Offline-Conversions, also Abschlüsse, die erst nach dem Websitebesuch entstehen. Ein B2B-Dienstleister bekommt über die Website eine Anfrage, aber der eigentliche Auftrag entsteht Wochen später im Gespräch. Steht die gclid in der Anfrage und damit im CRM, kannst du den Abschluss später an Google Ads zurückmelden. Dann lernt Google Ads, welche Klicks zu echten Aufträgen führen, und nicht nur, welche Klicks Formulare erzeugen.
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Wie gehen Klick-IDs verloren?
Klick-IDs sind empfindlich, denn sie stehen nur in der Adresse der ersten Seite. Schon eine Kleinigkeit reicht, damit sie verschwinden, und das fällt lange nicht auf, weil die Seite ganz normal funktioniert. Erst in Google Ads wundert man sich über zu wenige Conversions.
- Weiterleitungen, die Parameter abschneiden, etwa von http auf https oder auf eine Sprachversion
- Cookie-Banner, das abgelehnt wird: dann darf das Tag die ID nicht speichern
- Formulare auf einer zweiten Seite, die die ID nicht aus dem Cookie übernehmen
- Kurze Cookie-Laufzeit in Safari: per JavaScript gesetzte Cookies hält Intelligent Tracking Prevention (ITP) höchstens 7 Tage, nach Klicks von bestimmten Plattformen mit Klick-ID nur 24 Stunden
- Datenschutzfunktionen, die bekannte Klick-IDs in bestimmten Situationen aus Links entfernen
Den Verlust der gclid prüfst du selbst: Hänge an deine Landingpage testweise ?gclid=test123 an, öffne sie und schau in den Entwicklerwerkzeugen des Browsers unter Anwendung oder Speicher nach dem Cookie _gcl_aw. Fehlt es, obwohl du eingewilligt hast, wird die ID nicht gespeichert. Leitet die Seite weiter, sieh nach, ob der Parameter in der neuen Adresse noch steht.
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein kleiner Onlineshop leitete alle Besucher von der Startseite automatisch auf die deutsche Sprachversion weiter. Bei dieser Weiterleitung ging alles hinter dem Fragezeichen verloren, also auch die gclid. Google Ads zeigte nur noch einen Bruchteil der Käufe, die im Shop-System ankamen, und die Gebotsstrategie senkte die Gebote. Nachdem die Weiterleitung so angepasst war, dass sie die Parameter mitnimmt, stimmten die Zahlen wieder. Solche Fehler entstehen oft bei einem Relaunch, bei einem Wechsel des Hosters oder wenn ein Plugin für Weiterleitungen neu eingerichtet wird.
Klick-IDs in Anfragen speichern und Datenschutz
Damit eine Klick-ID für Offline-Conversions nutzbar ist, muss sie mit der Anfrage gespeichert werden. Üblich ist ein verstecktes Feld im Formular, das beim Laden mit der Klick-ID aus dem Cookie oder aus der Adresse befüllt wird. Bei einem Handwerksbetrieb landet die Anfrage dann mit der gclid im Postfach oder im CRM. Gleiches gilt für UTM-Parameter, die zeigen, aus welcher Kampagne der Besuch kam.
Klick-IDs sind einzelnen Klicks und damit in der Regel Personen zuordenbar. Das Speichern im Cookie und die Weitergabe an Werbeplattformen setzen in der Regel eine Einwilligung nach § 25 TDDDG und der DSGVO voraus. Lies die ID deshalb nur aus, wenn die Einwilligung für Werbung vorliegt, und beschreibe die Verarbeitung in deiner Datenschutzerklärung. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Wie sicherst du Klick-IDs dauerhaft?
Am sichersten ist ein fester Ablauf: Weiterleitungen prüfen, Klick-IDs nach Einwilligung speichern, in versteckte Formularfelder übernehmen und regelmäßig mit einem Testklick kontrollieren. Bei Trackum übernimmt das das Extra Kampagnen-Daten in Formularen für 50 €: UTM-Parameter und Klick-IDs bleiben beim Weiterklicken erhalten und stehen in jeder Anfrage. Wer die Abschlüsse aus dem CRM zurückmelden will, bekommt mit dem Extra Verkäufe zurück an Google Ads und Meta für 50 € die Offline-Conversions dazu. Alle Preise zzgl. MwSt.
Häufige Fragen
Was ist die gclid?
Die gclid ist eine eindeutige Kennung, die Google Ads bei aktivierter automatischer Tag-Kennzeichnung an die Zieladresse einer Anzeige anhängt. Sie verbindet den Klick mit einer späteren Conversion. Ohne gclid kann Google Ads eine Conversion schlechter oder gar nicht der richtigen Anzeige zuordnen.
Was bedeutet fbclid in der URL?
Die fbclid hängt Meta an Links, die aus Facebook oder Instagram auf andere Websites führen. Das Meta Pixel speichert sie in einem Cookie, damit spätere Ereignisse dem Klick zugeordnet werden können. Für die Conversions API wird sie im Feld fbc mitgeschickt.
Kann ich die gclid aus der URL entfernen?
Technisch ja, aber dann verliert Google Ads die Zuordnung zwischen Klick und Conversion. Entferne sie höchstens, nachdem das Conversion-Verknüpfungs-Tag sie gespeichert hat. Leitet deine Seite weiter, muss die gclid erhalten bleiben.
Darf ich Klick-IDs in Formularen speichern?
Klick-IDs können einer Person zugeordnet werden und gelten deshalb in der Regel als personenbezogene Daten. Speichere sie nur, wenn eine passende Einwilligung vorliegt, und erwähne es in der Datenschutzerklärung. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Automatische Tag-Kennzeichnung support.google.com
- Tag Manager-Hilfe: Conversion-Verknüpfung support.google.com
- Google Ads API: Offline-Conversions verwalten (gclid, gbraid, wbraid) developers.google.com
- Meta for Developers: ClickID und die Parameter fbp und fbc developers.facebook.com
- WebKit: Intelligent Tracking Prevention 2.2 webkit.org
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