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Web Analytics Tools im Vergleich: GA4, Matomo und Alternativen

Welches Webanalyse-Tool passt zu dir? GA4, Matomo und datensparsame Alternativen im Vergleich, und warum viele Firmen wegen Google Ads trotzdem bei GA4 bleiben.

Entscheidung · · 5 Min. Lesezeit · Mit KI erstellt und KI-gestützt geprüft am

Web Analytics Tools im Vergleich: GA4, Matomo und Alternativen
Foto: Stephen Dawson auf Unsplash

Die wichtigsten Web-Analytics-Tools für kleine und mittlere Firmen sind Google Analytics 4 (GA4), Matomo und datensparsame Alternativen wie Plausible oder Fathom. GA4 ist kostenlos und eng mit Google Ads verbunden, braucht aber in der Regel eine Einwilligung. Matomo bietet einen ähnlichen Umfang und lässt sich auf eigenen Servern betreiben. Plausible und Fathom sind schlank, verzichten auf Cookies und zeigen nur das Wesentliche. Welches Werkzeug passt, entscheiden vier Fragen: Datenschutz, Anbindung an Werbung, Kosten und Aufwand. Wer Google Ads steuert, kommt an GA4 oder zumindest am Conversion-Tracking von Google meist nicht vorbei.

Was soll ein Webanalyse-Tool leisten?

Ein Webanalyse-Tool soll vor allem verlässliche Zahlen liefern. Webanalyse beantwortet Fragen wie: Wie viele Menschen besuchen die Website, woher kommen sie, welche Seiten lesen sie, und wie viele davon fragen an oder kaufen? Für ein kleines Unternehmen reichen dafür oft wenige Berichte. Wichtiger als die Menge der Funktionen ist, dass die Zahlen stimmen und dass sie mit dem Rest deines Marketings zusammenpassen.

Bevor du Webanalyse-Tools vergleichst, lohnt sich eine kurze Liste mit drei Fragen. Die Antworten grenzen die Auswahl schneller ein als jede Funktionstabelle.

  • Welche Zahlen schaust du dir wirklich jede Woche an?
  • Brauchst du Daten für Werbekampagnen, oder geht es nur um Reichweite und Inhalte?
  • Wer betreut das Werkzeug, und wie viel Zeit ist dafür da?

Unabhängig vom Webanalyse-Tool lohnt es sich, die Messung über den Google Tag Manager einzubauen und nicht direkt in den Code der Website. Dann kannst du später ein zweites Werkzeug ergänzen oder ein altes abschalten, ohne die Website anzufassen. Die Ereignisse, etwa eine erfolgreiche Anfrage oder ein Kauf, werden einmal sauber definiert und können an mehrere Werkzeuge gleichzeitig gehen. Das macht einen späteren Wechsel deutlich einfacher.

Google Analytics 4: Standard mit Google-Anbindung

Google Analytics 4 ist eines der am weitesten verbreiteten Webanalyse-Tools. Es arbeitet mit Ereignissen, kann Seitenaufrufe, Scrolls, Klicks, Formulare und Käufe messen und bietet freie Explorationen für eigene Auswertungen. Die Standardversion ist kostenlos. Die Daten auf Ebene einzelner Besucher und Ereignisse werden laut Google-Hilfe je nach Einstellung 2 oder 14 Monate aufbewahrt, die zusammengefassten Standardberichte bleiben länger verfügbar.

Der größte Vorteil von GA4 liegt in der Verbindung zu Google Ads. Ereignisse aus GA4 lassen sich als Conversions in Google Ads übernehmen, Zielgruppen aus GA4 lassen sich für Werbung nutzen, und die Kosten aus Google Ads erscheinen in GA4 neben dem Umsatz. Dazu kommt die Anbindung an Google Consent Mode v2, mit dem GA4 die Entscheidung im Cookie-Banner berücksichtigt.

Die Nachteile von GA4: Es überträgt Daten an Google, setzt Cookies und braucht deshalb in der Regel eine Einwilligung. Die Oberfläche ist für viele Nutzer ungewohnt, und eine saubere Einrichtung von Ereignissen und Shop-Daten erfordert Erfahrung oder Hilfe.

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Matomo: die bekannte Google Analytics Alternative

Matomo ist eine bekannte Google Analytics Alternative mit vergleichbarem Umfang. Es ist Open Source und lässt sich auf eigenen Servern betreiben, alternativ gibt es eine gehostete Cloud-Version. Beim Betrieb auf eigenen Servern bleiben die Daten vollständig bei dir. Matomo bietet Berichte zu Besuchen, Quellen, Seiten, Zielen und E-Commerce, dazu kostenpflichtige Erweiterungen etwa für Heatmaps oder Formularanalyse.

Ein besonderer Vorteil von Matomo ist der Betrieb ohne Cookies. Matomo lässt sich so einstellen, dass es keine Informationen auf dem Gerät speichert. Ob das für deine Website ohne Einwilligung auskommt, solltest du mit deinem Datenschutzbeauftragten klären. Der Nachteil des eigenen Betriebs: Du musst Server, Updates und Datenbank selbst pflegen. Und eine direkte Verknüpfung mit Google Ads wie bei GA4 gibt es nicht. Für die Gebotsstrategie richtest du deshalb meist zusätzlich das Conversion-Tracking von Google Ads ein.

Datensparsame Webanalyse: Plausible und Fathom

Plausible und Fathom verfolgen als datensparsame Webanalyse einen anderen Ansatz. Sie messen bewusst wenig: Besuche, Seiten, Quellen, Länder, Geräte und einfache Ziele. Sie verzichten auf Cookies und auf die Wiedererkennung einzelner Besucher über längere Zeit. Die Oberfläche passt auf eine Seite und ist ohne Einarbeitung verständlich. Beide sind kostenpflichtige Dienste, deren Preis meist von der Zahl der Seitenaufrufe abhängt. Plausible gibt es zusätzlich als Version zum Selbstbetrieb.

Für Websites, deren Betreiber vor allem wissen wollen, welche Inhalte gelesen werden und woher die Besucher kommen, ist das oft genug. Für Shops mit detaillierten Kaufdaten, für die Auswertung einzelner Kampagnen bis zum Umsatz oder für Zielgruppen in der Werbung reichen die Funktionen dagegen nicht.

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Webanalyse-Tools im direkten Vergleich

Die Tabelle fasst die Unterschiede der Webanalyse-Tools zusammen. Preise nennen wir bewusst nicht, weil sie sich ändern und vom Umfang abhängen. Prüfe sie direkt beim Anbieter.

Webanalyse-Tools im Vergleich
WerkzeugDatenschutzEinwilligungAnbindung an Google AdsAufwand
Google Analytics 4Daten gehen an GoogleIn der Regel nötigDirekt verknüpfbarSorgfältige Einrichtung nötig
MatomoAuf eigenem Server bleiben alle Daten bei dirBetrieb ohne Cookies möglich, Einzelfall prüfenKeine direkte VerknüpfungEigener Server oder Cloud-Version, sorgfältige Einrichtung
PlausibleDatensparsam, ohne CookiesEinzelfall prüfenKeine direkte VerknüpfungSchnell eingebaut
FathomDatensparsam, ohne CookiesEinzelfall prüfenKeine direkte VerknüpfungSchnell eingebaut

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Handwerksbetrieb mit Kontaktformular wirbt mit Google Ads. Er nutzt GA4 mit Google Consent Mode v2 und das Conversion-Tracking von Google Ads, damit die Gebotsstrategie aus den Anfragen lernt. Zusätzlich läuft eine datensparsame Analyse ohne Cookies, die auch Besucher erfasst, die den Banner ablehnen. Der Inhaber schaut für die Werbung in GA4 und Google Ads, für den Gesamtblick in das schlanke Werkzeug.

Wundere dich nicht, wenn die Zahlen verschiedener Webanalyse-Tools voneinander abweichen. GA4 zählt nur Besucher, die zugestimmt haben, und schätzt den Rest teilweise. Werkzeuge ohne Cookies zählen auch Besucher ohne Zustimmung, erkennen wiederkehrende Besucher aber nicht. Dazu kommen Werbeblocker, die manche Werkzeuge stärker treffen als andere. Wichtig ist nicht, dass alle Zahlen gleich sind, sondern dass jedes Werkzeug in sich stimmig misst und du die Entwicklung über die Zeit vergleichst.

Welches Webanalyse-Tool passt zu dir?

Welches Webanalyse-Tool passt, hängt vor allem an der Werbung. Wenn du Google Ads oder andere Werbeplattformen nutzt und Budget danach steuerst, ist GA4 mit sauber eingerichtetem Consent Mode meist die praktischste Wahl. Wenn du keine Werbung schaltest und vor allem Reichweite und Inhalte verstehen willst, sind datensparsame Werkzeuge eine gute Option. Wenn du den Umfang von GA4 willst, die Daten aber selbst halten möchtest, ist Matomo der naheliegende Kandidat.

Egal, wie du dich entscheidest: Auch das beste Werkzeug liefert nichts, wenn die Einrichtung lückenhaft ist. Prüfe nach dem Einbau, ob Anfragen und Käufe wirklich ankommen, ob der Cookie-Banner die Messung richtig steuert und ob nach einem Update der Website noch alles läuft. Ein kurzer Test mit einer echten Anfrage pro Monat deckt die meisten Fehler auf.

Trackum richtet Google Analytics 4 mit Google Tag Manager und Consent Mode v2 zum Festpreis von 150 € ein, mit bis zu 15 Ereignissen, getestet mit und ohne Einwilligung und live innerhalb eines Werktags. Jede Werbeplattform mit Conversion-Tracking kommt für 50 € dazu.

Häufige Fragen

Was ist die beste Google Analytics Alternative?

Das hängt vom Ziel ab. Matomo bietet einen ähnlichen Funktionsumfang und lässt sich selbst betreiben, Plausible und Fathom sind schlanker und kommen ohne Cookies aus. Wer Google Ads nutzt, behält GA4 oft trotzdem wegen der direkten Verknüpfung.

Ist Google Analytics 4 kostenlos?

Die Standardversion von GA4 ist kostenlos. Für große Unternehmen gibt es eine kostenpflichtige Version mit höheren Grenzen und längerer Datenaufbewahrung.

Brauche ich für Webanalyse eine Einwilligung?

Für Werkzeuge, die Cookies setzen oder Besucher über mehrere Besuche wiedererkennen, in der Regel ja. Einige Werkzeuge lassen sich ohne Cookies betreiben. Ob das in deinem Fall ohne Einwilligung auskommt, klärst du am besten mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Kann ich zwei Webanalyse-Tools gleichzeitig nutzen?

Ja, das ist verbreitet, etwa GA4 für Werbung und ein datensparsames Werkzeug für den Gesamtblick. Rechne aber damit, dass die Zahlen voneinander abweichen, weil beide unterschiedlich zählen und unterschiedlich von der Einwilligung betroffen sind.

Quellen

  1. Google Analytics-Hilfe: Datenaufbewahrung support.google.com
  2. Google Analytics-Hilfe: Google Ads mit Google Analytics verknüpfen support.google.com
  3. Matomo FAQ: How do I go cookieless (disable Matomo cookies)? matomo.org
  4. Plausible Analytics: Data policy plausible.io
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