Pipedrive UTM: Herkunft jeder Anfrage im Lead speichern
Pipedrive zeigt, welche Deals gewonnen wurden, aber oft nicht, über welche Kampagne die Anfrage kam. So speicherst du UTM-Parameter und Klick-IDs in Leads und Deals.

Damit Pipedrive die UTM-Parameter einer Anfrage kennt, müssen Kampagne, Quelle und Klick-ID beim ersten Seitenaufruf im Browser festgehalten und beim Absenden mit dem Formular an Pipedrive übergeben werden, in eigene Felder des Leads oder Deals. Für das eingebaute Pipedrive-Webformular beschreibt die Pipedrive-Hilfe keine solche Übernahme. Am verlässlichsten ist ein eigenes Formular auf deiner Website, das die Herkunft per Schnittstelle oder über Werkzeuge wie Zapier, Make oder n8n mitschickt. Mit der gespeicherten Klick-ID kannst du gewonnene Deals später an Google Ads und Meta zurückmelden.
Warum fehlt in Pipedrive die Herkunft von Anfragen?
In Pipedrive steht bei einer neuen Anfrage meist nur, wer sie geschickt hat, nicht über welche Anzeige. Der Grund liegt im Weg dorthin. Ein Besucher kommt über eine Anzeige in Google Ads auf die Startseite, die Adresse enthält gclid und UTM-Parameter. Dann klickt er auf Leistungen, Referenzen und Kontakt. Spätestens auf der Kontaktseite ist die ursprüngliche Adresse verschwunden. Schickt er das Formular ab, weiß niemand mehr, woher er kam.
Die Folge zeigt sich erst Monate später. Im Vertrieb ist klar, welche Deals gewonnen wurden, im Marketing ist klar, welche Kampagne wie viel gekostet hat. Die Verbindung fehlt. Ob die teure LinkedIn-Kampagne oder die günstige Suchkampagne die guten Kunden bringt, lässt sich nicht sagen.
Viele Firmen behelfen sich mit einem Pflichtfeld im Formular: Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden? Die Antworten sind ehrlich gemeint, aber selten genau. Wer über eine Anzeige kam, schreibt oft Google, wer über eine Empfehlung suchte, ebenfalls. Eine Kampagne oder ein Suchbegriff steht dort nie. Das Feld ist eine gute Ergänzung, ersetzt aber keine technisch gespeicherte Herkunft.
Welche Felder bietet Pipedrive für die Lead-Quelle?
Pipedrive bringt für Leads und Deals eigene Felder zur Herkunft mit. Laut Pipedrive-Hilfe stehen sie in der Seitenleiste der Detailansicht eines Deals, die Auswahlliste für den Quellkanal pflegen Admins in den Firmeneinstellungen bei den Datenfeldern.
| Feld | Inhalt | Wer füllt es |
|---|---|---|
| Quellherkunft (Source origin) | Wie der Datensatz entstand, etwa Webformular, Import, Schnittstelle | Pipedrive, nicht bearbeitbar |
| Quellkanal (Source channel) | Kanal aus einer festen Liste, etwa Google Ads oder Messe | Admins legen die Liste an, Nutzer wählen |
| Quellkanal-ID (Source channel ID) | Freier Wert zum Kanal, etwa ein Kampagnenname | Nutzer oder Schnittstelle |
| Eigene Felder | utm_source, utm_medium, utm_campaign, gclid, fbclid | Dein Formular über die Übergabe |
Die eingebauten Felder sind gut für Auswertungen nach Kanal. Für die genaue Kampagne und die Klick-ID brauchst du eigene Felder. Lege sie in den Datenfeldern an, und zwar dort, wo deine Anfragen landen, je nachdem, ob ein Lead, ein Deal oder nur eine Person entsteht. Verwende einheitliche Namen, damit die Übergabe sie eindeutig findet.
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Pipedrive-Webformular oder eigenes Formular?
Das Pipedrive-Webformular ist laut Pipedrive-Hilfe Teil der Erweiterung LeadBooster und kann nur von Nutzern mit Admin-Recht für Deals eingerichtet werden. Eingänge landen direkt als Lead oder Deal. Das ist bequem, aber das Formular wird eingebettet geladen, und eine Übernahme von UTM-Parametern und Klick-IDs aus der Adresse deiner Seite ist in der Pipedrive-Hilfe nicht beschrieben. Auch Google Analytics 4 erfährt vom Absenden nicht ohne Weiteres.
Ein eigenes Formular, etwa aus deinem Website-Baukasten oder einem WordPress-Plugin, hat diese Grenzen nicht. Es kann versteckte Felder für die Herkunft enthalten, ein Ereignis wie generate_lead an GA4 melden und die Daten danach an Pipedrive übergeben. Der Mehraufwand liegt in der Übergabe. Für ein Pipedrive-Formular mit sauberer Herkunft ist das trotzdem meist der bessere Weg.
So kommen UTM-Parameter und Klick-IDs nach Pipedrive
Der Ablauf hat vier Teile, die alle zusammenpassen müssen:
- Ein Skript liest beim ersten Seitenaufruf UTM-Parameter und Klick-IDs wie gclid und fbclid aus der Adresse und speichert sie im Browser.
- Beim Absenden schreibt es die Werte in versteckte Felder deines Formulars.
- Die Übergabe legt in Pipedrive Person und Lead an und füllt die eigenen Felder, per Schnittstelle oder über Zapier, Make oder n8n.
- Eine Testanfrage mit einer Adresse wie beispiel.de/?utm_source=test&utm_campaign=pruefung zeigt, ob alle Werte ankommen.
Achte darauf, dass das Skript eine vorhandene Herkunft nicht bei jedem Seitenwechsel überschreibt. Sonst steht am Ende die letzte interne Seite statt der Anzeige im Lead. Setze außerdem für den Quellkanal einen passenden Wert, damit die Auswertungen in Pipedrive auch nach Kanal funktionieren.
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Pipedrive und Google Ads: Abschlüsse zurückmelden
Mit der gespeicherten gclid wird aus Pipedrive eine Datenquelle für Google Ads. Wird ein Deal gewonnen, meldest du ihn als Offline-Conversion mit Klick-ID, Zeitpunkt und Wert an Google Ads zurück. Laut der Hilfe von Google Ads brauchst du dafür eine Conversion-Aktion für Importe, und die Klick-ID muss im Conversion-Zeitraum liegen. Für Meta funktioniert das über die Meta Conversions API, mit fbclid oder gehashten Kontaktdaten. Danach lernt die Gebotsstrategie aus echten Aufträgen statt nur aus Formularen.
Eine eingebaute Rückmeldung an Google Ads beschreibt Pipedrive nicht. Die Meldung entsteht über eine Automatisierung, die bei einem gewonnenen Deal startet, zum Beispiel in Zapier, Make oder n8n, über eine App aus dem Pipedrive-Marktplatz oder über ein eigenes Skript, das die Schnittstellen beider Seiten nutzt. Lege vorher fest, welcher Schritt als Conversion zählt: der gewonnene Deal, ein verschicktes Angebot oder beides als getrennte Aktionen. Und übertrage nur Deals, bei denen eine Einwilligung für Marketing vorliegt.
Typische Fehler, an denen das scheitert:
- Die gclid wird gekürzt gespeichert, weil das Feld zu kurz ist.
- Der Deal wird gewonnen, aber der Lead mit der Klick-ID wurde vorher gelöscht statt umgewandelt.
- Die Automatisierung meldet jeden Statuswechsel, sodass ein Auftrag mehrfach zählt.
- Die Werte werden ohne Prüfung der Einwilligung übertragen.
Beispiel aus der Praxis: B2B-Dienstleister
Ein Anbieter für Gebäudereinigung wirbt mit Google Ads und LinkedIn und pflegt seine Anfragen in Pipedrive. Nach der Umstellung auf ein eigenes Formular mit Herkunftsfeldern zeigt sich nach zwei Monaten: Die Suchkampagne für Büroreinigung bringt weniger Anfragen als LinkedIn, aber deutlich mehr gewonnene Deals. Bisher galt LinkedIn als der stärkere Kanal, weil dort mehr Formulare abgeschickt wurden. Viele dieser Anfragen kamen aber von Firmen, die zu klein für einen Vertrag waren. Seit die Abschlüsse an Google Ads zurückgehen, steuert die Gebotsstrategie auf diese Aufträge, und das Budget für LinkedIn wurde auf die Zielgruppen verkleinert, aus denen tatsächlich Deals entstehen.
Die Einrichtung abgeben
Trackum richtet die einzelnen Teile als Extras für je 50 € zzgl. MwSt. ein. Kampagnen-Daten in Formularen sorgt dafür, dass UTM-Parameter und Klick-IDs beim Weiterklicken erhalten bleiben und in jeder Anfrage stehen. Anfragen ins CRM schickt jede Anfrage samt Herkunft an Pipedrive. Verkäufe zurück an Google und Meta meldet gewonnene Aufträge aus dem CRM an Google Ads und Meta. Die laufenden Übergaben sind im Abo von Trackum für 19 € im Monat enthalten, das die Seite außerdem jede Woche automatisch testet.
Wer zusätzlich sehen will, welche Kampagne Umsatz bringt, verbindet Pipedrive über die Datenanbindung für ebenfalls 50 € mit dem Dashboard. Dort stehen neben jedem Kanal Anfragen, Abschlüsse und Umsatz, täglich aktuell und gezählt je Kanal, nicht je Person. Abschlüsse und Umsätze werden dafür nur gelesen, in Pipedrive ändert sich nichts. Bevor du etwas buchst, kannst du mit dem kostenlosen Gratis-Check prüfen, welche Tags deine Seite heute vor und nach der Einwilligung sendet.
Häufige Fragen
Kann das Pipedrive-Webformular UTM-Parameter speichern?
Die Hilfe von Pipedrive beschreibt beim Webformular keine eingebaute Übernahme von UTM-Parametern. Weil das Formular eingebettet geladen wird, sieht es die Adresse deiner Seite nicht von selbst. Für eine verlässliche Herkunft ist ein eigenes Formular mit Übergabe an Pipedrive meist der sicherere Weg.
Was ist der Unterschied zwischen Quellherkunft und Quellkanal in Pipedrive?
Die Quellherkunft zeigt, wie ein Datensatz in Pipedrive entstanden ist, etwa über Webformular, Import oder Schnittstelle, und lässt sich nicht bearbeiten. Der Quellkanal ist eine Auswahlliste, die Admins selbst pflegen, zum Beispiel Google Ads, LinkedIn oder Messe. Beide sagen nichts über die genaue Kampagne, dafür brauchst du eigene Felder.
Brauche ich für das Speichern der Herkunft eine Einwilligung?
UTM-Parameter in einem Formular sind für sich wenig heikel. Werden Klick-IDs oder UTM-Werte aber im Browser gespeichert, ist das ein Zugriff auf das Endgerät nach § 25 TDDDG, und die Daten hängen an einer Person. Viele Firmen koppeln das deshalb an die Einwilligung für Marketing. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Wie lange kann ich Abschlüsse an Google Ads zurückmelden?
Ein importierter Abschluss muss zu einem Anzeigenklick passen, der im Conversion-Zeitraum der Conversion-Aktion liegt. Dieser Zeitraum beträgt in Google Ads höchstens 90 Tage. Bei langen Verkaufszyklen lohnt es sich deshalb, auch frühere Schritte wie ein Angebot als Conversion zu melden.
Quellen
- Pipedrive Knowledge Base: Web Forms support.pipedrive.com
- Pipedrive Knowledge Base: Lead source in deals support.pipedrive.com
- Google Analytics-Hilfe: Kampagnendaten mithilfe benutzerdefinierter URLs erfassen support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Offline-Conversion-Importe support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Tracking-Zeiträume support.google.com
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