Pinterest Tag einrichten: Conversion-Tracking Schritt für Schritt
Mit dem Pinterest Tag siehst du, welche Pins zu Käufen und Anfragen führen. So richtest du es über den Google Tag Manager ein, mit Einwilligung und sauberem Test.

Was ist das Pinterest Tag?
Das Pinterest Tag ist ein Code-Baustein, der Besuche und Handlungen auf deiner Website an Pinterest meldet. Damit erfährt Pinterest, ob jemand nach dem Klick auf einen beworbenen Pin ein Produkt ansieht, in den Warenkorb legt, kauft oder eine Anfrage schickt. Ohne Pinterest Tag siehst du im Werbekonto nur Impressionen und Klicks, aber keine Verkäufe. Pinterest Ads Tracking beginnt deshalb mit dem Tag. Am übersichtlichsten richtest du das Pinterest Tag über den Google Tag Manager ein, mit wenigen sauberen Ereignissen und nur nach Einwilligung.
Oft ist auch vom Pinterest Pixel die Rede. Gemeint ist dasselbe. Das Tag besteht aus einem Basiscode, der die Bibliothek lädt und die Tag-ID übergibt, und aus Ereignisaufrufen für einzelne Handlungen. Für Shops ist Pinterest besonders interessant, weil Nutzer dort gezielt nach Ideen und Produkten suchen, etwa für Einrichtung, Mode, Hochzeit oder Garten. Ohne Conversion-Tracking lässt sich aber nicht beurteilen, ob die Klicks auch Umsatz bringen.
Tag-ID im Pinterest-Werbekonto finden
Voraussetzung ist ein Unternehmenskonto bei Pinterest mit Zugang zum Pinterest Ads Manager. Im Bereich für Conversions legst du ein Tag an oder findest ein vorhandenes. Dort steht die Tag-ID, eine längere Zahl, die du für die Einbindung brauchst. Pinterest bietet an, den Code direkt einzubauen, eine Partnerintegration für Shopsysteme zu nutzen oder den Google Tag Manager zu verwenden.
Prüfe vor der Einrichtung, ob schon ein Pinterest Tag aktiv ist. Shop-Apps und Plugins bauen es manchmal automatisch ein. Im Quelltext deiner Seite erkennst du es an Aufrufen von pintrk. Läuft das Tag doppelt, zählt Pinterest jeden Kauf zweimal, und die Berichte sehen besser aus, als die Kampagnen tatsächlich sind.
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Pinterest Tag einrichten über den Google Tag Manager
Im Google Tag Manager gibt es in der Vorlagengalerie eine Tag-Vorlage für Pinterest. Sie nimmt dir das Schreiben von Code ab. So gehst du vor:
- Im Google-Tag-Manager-Container ein neues Tag mit der Pinterest-Vorlage anlegen und die Tag-ID eintragen.
- Als Ereignis den Seitenbesuch wählen und das Tag auf allen Seiten auslösen, sobald die Zustimmung für Marketing vorliegt.
- Für Käufe ein weiteres Tag mit dem Ereignis checkout anlegen und Wert, Währung, Bestellnummer und Anzahl über Datenschichtvariablen übergeben.
- Für Anfragen ein Tag mit dem Ereignis lead anlegen, ausgelöst durch das Ereignis generate_lead im dataLayer.
- Bei Bedarf addtocart für den Warenkorb ergänzen.
- Alles in der Vorschau prüfen und erst dann veröffentlichen.
Nutze für Pinterest dieselben Auslöser wie für Google Analytics 4 und die anderen Werbeplattformen. Wenn der Kauf bereits als purchase im dataLayer steht, hängst du das Pinterest-Tag für checkout einfach an denselben Trigger. Dann stimmen die Zahlen der Plattformen untereinander besser überein, und Änderungen musst du nur an einer Stelle machen.
Ereignisse und Werte: pagevisit, lead, checkout
Der Seitenbesuch, pagevisit, ist die Basis. Er zeigt Pinterest, welche Seiten jemand nach dem Klick angesehen hat, und ist die Grundlage für Zielgruppen aus Website-Besuchern. Für Shops kommen viewcategory, addtocart und checkout hinzu, für Dienstleister vor allem lead. Das Ereignis signup eignet sich für Newsletter-Anmeldungen oder Konten.
| Ereignis | Wann senden | Wichtige Daten |
|---|---|---|
| pagevisit | Auf jeder Seite nach Zustimmung | keine Pflicht |
| viewcategory | Aufruf einer Kategorieseite | keine Pflicht |
| addtocart | Produkt liegt im Warenkorb | value, currency, order_quantity |
| checkout | Auf der Bestellbestätigung | value, currency, order_quantity, order_id |
| lead | Nach erfolgreichem Absenden einer Anfrage | optional lead_type |
| signup | Newsletter-Anmeldung oder neues Konto | keine Pflicht |
Beim Kauf zählen die Werte. Übergib value als Zahl mit Punkt als Dezimaltrennzeichen, currency als EUR, order_quantity und eine order_id. Die Bestellnummer hilft, doppelte Käufe zu erkennen, etwa wenn jemand die Bestätigungsseite neu lädt. Wenn du zusätzlich die Conversions API von Pinterest nutzt, die Ereignisse vom Server sendet, brauchen Browser- und Serverereignis eine gemeinsame event_id, damit Pinterest sie nicht doppelt zählt. Für den Einstieg reicht das Tag im Browser.
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Einwilligung und Datenschutz
Das Pinterest Tag braucht in der Regel eine Einwilligung, weil es Cookies setzt und Daten für Werbezwecke an Pinterest überträgt. Maßgeblich ist § 25 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes (TDDDG). Im Google Tag Manager kannst du in den Einwilligungseinstellungen des Tags festlegen, dass es nur mit erteiltem ad_storage auslöst, oder einen Trigger nutzen, der auf das Zustimmungsereignis deines Consent Managers wartet. Pinterest gehört im Banner unter Marketing und in die Datenschutzerklärung. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Prüfe besonders den Fall, dass jemand erst auf einer späteren Seite zustimmt. Löst das Tag nur beim Seitenaufruf aus, fehlt die Seite, auf der zugestimmt wurde. Ein zusätzlicher Trigger auf das Zustimmungsereignis schließt diese Lücke. Umgekehrt darf nach dem Ablehnen keine einzige Anfrage an Pinterest gehen.
Testen mit dem Pinterest Tag Helper
Die Chrome-Erweiterung Pinterest Tag Helper zeigt auf jeder Seite, ob ein Pinterest Tag gefunden wurde, welche Ereignisse gesendet wurden und ob Fehler auftreten, etwa fehlende Parameter. Teste drei Fälle: ohne Entscheidung im Banner, nach Ablehnen und nach Zustimmen. Nur im letzten Fall darf der Tag Helper Ereignisse zeigen. Schließe dann einen Testkauf oder eine Testanfrage ab und prüfe, ob checkout oder lead genau einmal mit den richtigen Werten erscheinen.
Im Pinterest Ads Manager siehst du im Bereich für Conversions, ob Ereignisse eingehen. Es kann etwas dauern, bis neue Ereignisse dort sichtbar sind. Im Conversion-Bericht ordnet Pinterest Käufe und Anfragen dann den Kampagnen, Anzeigengruppen und Pins zu. Pinterest nutzt dafür eigene Zeitfenster, die sich von Google Ads und Meta unterscheiden, deshalb passen die Zahlen nie exakt zusammen. Für die Gesamtsicht bleibt dein Shop oder CRM die verlässliche Quelle.
Beim Pinterest Tag tauchen bei Prüfungen immer wieder dieselben Fehler auf. Das Tag sendet checkout schon beim Klick auf „Kaufen“ statt auf der Bestellbestätigung, sodass abgebrochene Zahlungen als Kauf zählen. Der Wert kommt als Text mit Komma und Euro-Zeichen an und wird von Pinterest nicht als Zahl erkannt. Die Tag-ID gehört zu einem alten Werbekonto, das niemand mehr nutzt. Oder das Tag hängt an einem Trigger für alle Seiten und meldet lead bei jedem Seitenaufruf. Jeder dieser Fehler ist schnell behoben, wenn man ihn kennt, bleibt aber oft monatelang unbemerkt, weil im Werbekonto ja Zahlen erscheinen.
Praxisbeispiel und Einrichtung durch Trackum
Ein kleiner Onlineshop für Wohnaccessoires bewirbt seine Produkte auf Pinterest. Das Tag kam über eine Shop-App, meldete aber nur Seitenbesuche, keine Käufe, und lief ohne Rücksicht auf den Cookie-Banner. Nach der Umstellung auf den Google Tag Manager meldet das Tag pagevisit, addtocart und checkout mit Wert und Bestellnummer, ausschließlich nach Zustimmung. Erstmals ist sichtbar, welche Pins Umsatz bringen. Trackum richtet das Pinterest Tag als Extra für 50 € zzgl. MwSt. ein, mit Conversion-Tracking, Einwilligung und Test in der Vorschau, zusätzlich zur Einrichtung von Google Tag Manager, Google Analytics 4 und Consent Mode v2 für 150 €.
Wenn auf deiner Seite schon ein Pinterest Tag läuft, zeigt der Gratis-Check für 0 € in etwa zwei Minuten, ob es mit und ohne Einwilligung richtig auslöst, und nennt für jeden Befund einen Festpreis. Die Reparatur aller Befunde im vorhandenen Google Tag Manager kostet 79 € zzgl. MwSt.
Häufige Fragen
Ist das Pinterest Tag dasselbe wie das Pinterest Pixel?
Ja. Pinterest selbst spricht vom Pinterest Tag, viele nennen es in Anlehnung an das Meta-Pixel auch Pinterest Pixel. Gemeint ist derselbe Code, der Besuche und Ereignisse auf deiner Website an Pinterest meldet.
Welche Ereignisse kennt das Pinterest Tag?
Zu den Standardereignissen gehören unter anderem pagevisit, viewcategory, search, addtocart, checkout, signup und lead. Für Käufe ist checkout das richtige Ereignis, für Anfragen und Kontaktformulare lead.
Wie prüfe ich, ob das Pinterest Tag funktioniert?
Installiere die Chrome-Erweiterung Pinterest Tag Helper und rufe deine Seite auf. Sie zeigt an, ob das Tag gefunden wurde und welche Ereignisse mit welchen Werten gesendet werden. Im Werbekonto siehst du zusätzlich, ob Ereignisse eingehen.
Braucht das Pinterest Tag eine Einwilligung?
In der Regel ja, denn das Tag setzt Cookies und überträgt Daten für Werbezwecke an Pinterest. Lass es deshalb erst nach der Zustimmung für Marketing auslösen. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Quellen
- Pinterest-Hilfe: Pinterest Tag installieren help.pinterest.com
- Pinterest-Hilfe: Ereigniscodes hinzufügen help.pinterest.com
- Pinterest-Hilfe: Conversions mit dem Pinterest Tag erfassen help.pinterest.com
- § 25 TDDDG, gesetze-im-internet.de gesetze-im-internet.de
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