LinkedIn Insight Tag einrichten: Anleitung mit Tag Manager
Der LinkedIn Insight Tag misst, welche Kampagnen Anfragen bringen, und baut Zielgruppen auf. So bindest du ihn sauber über den Google Tag Manager ein, mit Einwilligung.

Den LinkedIn Insight Tag richtest du in drei Schritten ein: Partner-ID im Campaign Manager kopieren, den Tag über den Google Tag Manager mit dieser ID auf allen Seiten laden und im Campaign Manager Conversions anlegen, etwa für abgeschickte Anfragen. Wichtig ist die Einwilligung: Der Tag darf erst feuern, wenn der Besucher im Cookie-Banner Marketing zugestimmt hat. Danach prüfst du im Browser und im Campaign Manager, ob Daten ankommen. Für B2B-Firmen ist das die Grundlage, um LinkedIn-Kampagnen nach Anfragen statt nach Klicks zu bewerten.
Was ist der LinkedIn Insight Tag und was leistet er?
Der LinkedIn Insight Tag ist ein kleines JavaScript-Skript von LinkedIn für deine Website, oft auch LinkedIn Pixel genannt. Er erfüllt drei Aufgaben. Erstens misst er Conversions, also Anfragen, Downloads oder Registrierungen, die auf einen Klick oder eine Ansicht einer LinkedIn-Anzeige folgen. Zweitens sammelt er Besucher für Retargeting-Zielgruppen, sodass du Personen, die deine Website besucht haben, auf LinkedIn erneut ansprechen kannst. Drittens liefert er zusammengefasste Auswertungen über die Besucher, etwa nach Branche, Unternehmensgröße oder Funktion.
Gerade die Auswertung nach Branche und Funktion ist für B2B-Dienstleister interessant. Google Analytics 4 zeigt dir Herkunft und Verhalten, aber nicht, ob deine Besucher Einkäufer in der Industrie oder Studierende sind. LinkedIn kennt die Berufsangaben seiner Mitglieder und kann diese Information zusammengefasst bereitstellen, ohne einzelne Personen zu nennen.
Partner-ID finden und Voraussetzungen klären
Du brauchst ein Werbekonto im LinkedIn Campaign Manager und Zugriff auf den Google Tag Manager deiner Website. Im Campaign Manager findest du den Insight Tag laut LinkedIn-Hilfe im linken Menü unter Measure und dort im Signals Manager. LinkedIn zeigt dort einen Code-Schnipsel und die Partner-ID. Die Partner-ID ist eine Zahl, die dein Werbekonto eindeutig kennzeichnet. Notiere sie, den restlichen Code brauchst du für die Einbindung über den Google Tag Manager nicht.
Bei Agenturen mit mehreren Kundenkonten passiert es leicht, dass der Insight Tag eines falschen Kontos auf einer Website landet. Prüfe deshalb, dass die Partner-ID zu dem Werbekonto gehört, in dem die Kampagnen des Kunden laufen. Vergib den Zugriff auf das Werbekonto über die Benutzerverwaltung von LinkedIn und nicht über geteilte Passwörter.
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LinkedIn Insight Tag über den Google Tag Manager einbinden
Im Google Tag Manager legst du ein neues Tag an. Für den LinkedIn Insight Tag gibt es eine fertige Tag-Vorlage (Insight Tag 2.0), in die du die Partner-ID einträgst. LinkedIn beschreibt die Einbindung über den Google Tag Manager in einer eigenen Anleitung. Alternativ kannst du den Code aus dem Campaign Manager in ein benutzerdefiniertes HTML-Tag kopieren, die Vorlage ist aber übersichtlicher und weniger fehleranfällig.
- Neues Tag anlegen, Vorlage für den LinkedIn Insight Tag wählen
- Partner-ID eintragen, am besten über eine Konstante, damit sie zentral gepflegt wird
- Auslöser auf alle Seiten setzen, aber nur mit Einwilligung für Marketing
- In den Einwilligungseinstellungen des Tags zusätzlich ad_storage verlangen
- Im Vorschaumodus testen und erst danach veröffentlichen
Achte darauf, dass der LinkedIn Insight Tag nicht zusätzlich fest im Theme oder über ein Plugin eingebaut ist. Doppelte Einbindungen erzeugen doppelte Seitenaufrufe und können Conversions doppelt zählen. Suche im Quelltext deiner Seite nach dem Wort lintrk oder nach der Partner-ID, um alte Einbindungen zu finden.
LinkedIn Conversion Tracking im Campaign Manager
LinkedIn Conversion Tracking richtest du im Campaign Manager ein. LinkedIn bietet dafür zwei Wege. Bei der Messung über die Seitenadresse zählt eine Conversion, wenn ein Besucher eine bestimmte Seite aufruft, etwa die Dankeseite nach dem Kontaktformular. Das ist einfach, funktioniert aber nur, wenn es eine eigene Dankeseite gibt. Bei der ereignisbasierten Messung löst ein Aufruf im Code die Conversion aus, mit einer Conversion-ID, die LinkedIn dir anzeigt. Im Google Tag Manager setzt du dafür ein weiteres Tag, das beim Ereignis des erfolgreichen Formularversands feuert.
| Merkmal | Über die Seitenadresse | Ereignisbasiert |
|---|---|---|
| Auslöser | Aufruf einer bestimmten Seite | Aufruf im Code mit Conversion-ID |
| Voraussetzung | Eigene Dankeseite | Ereignis für den erfolgreichen Versand im Google Tag Manager |
| Typischer Fehler | Dankeseite auch ohne Formular erreichbar | Ereignis feuert beim Klick statt nach dem Versand |
| Geeignet für | Formulare mit Weiterleitung | Formulare ohne Dankeseite, Terminbuchungen |
Lege im Campaign Manager nur Conversions an, die für dich wirklich zählen. Ein Klick auf den Kontakt-Knopf ist keine Anfrage. Bei einem B2B-Dienstleister sind sinnvolle Conversions zum Beispiel die abgeschickte Anfrage, die Buchung eines Erstgesprächs und der Download eines Whitepapers. Weise jeder Conversion die passenden Kampagnen zu und lege einen Wert fest, wenn du einschätzen kannst, was eine Anfrage im Schnitt wert ist. Für die Rückmeldung von Abschlüssen aus dem CRM bietet LinkedIn zusätzlich eine Conversions API an.
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LinkedIn Insight Tag und DSGVO: die Einwilligung
Der Insight Tag setzt Cookies und überträgt Daten zu Werbezwecken an LinkedIn. Nach § 25 TDDDG und der DSGVO brauchst du dafür in der Regel eine Einwilligung. Der Tag sollte deshalb erst laden, wenn der Besucher im Cookie-Banner der Kategorie Marketing zugestimmt hat. Nenne LinkedIn als Empfänger in der Datenschutzerklärung und beschreibe, wofür die Daten genutzt werden. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Technisch prüfst du die Einwilligung für den Insight Tag, indem du die Seite ohne Entscheidung im Cookie-Banner lädst. Dann dürfen keine Anfragen an LinkedIn-Server gehen und keine LinkedIn-Cookies gesetzt sein. Lehnst du ab, muss es so bleiben. Erst nach Zustimmung sollte der Tag feuern. Bei einer Agentur fiel bei einem Kundenkonto auf, dass der Tag zwar im Google Tag Manager korrekt eingestellt war, aber ein zweites Mal über ein Plugin ohne jede Einwilligungsprüfung lud.
Wie prüfst du, ob der LinkedIn Insight Tag Daten sendet?
Öffne deine Website, stimme im Cookie-Banner zu und schau in den Entwicklerwerkzeugen im Netzwerk-Bereich nach Anfragen an px.ads.linkedin.com. Erscheinen sie beim Laden jeder Seite, läuft der Basis-Tag. Schick dann ein Testformular ab und prüfe, ob eine weitere Anfrage mit deiner Conversion-ID folgt. Im Vorschaumodus des Google Tag Managers siehst du zusätzlich, welches Tag bei welchem Ereignis gefeuert hat.
Im Campaign Manager zeigt der Bereich für den Insight Tag, ob Signale von deiner Domain empfangen werden, und jede Conversion hat einen eigenen Status. Laut LinkedIn-Hilfe dauert die Bestätigung der Domain nach dem ersten Seitenaufruf einige Minuten bis 24 Stunden. Bleibt der Status länger inaktiv, liegt es meist an der Einwilligung, an einer falschen Partner-ID oder an einem Auslöser, der nie feuert.
Die meisten Probleme mit dem LinkedIn Ads Tracking lassen sich auf wenige Ursachen zurückführen. Prüfe sie der Reihe nach, bevor du an den Kampagnen etwas änderst. Bedenke außerdem, dass LinkedIn Conversions anders zählt als Google Analytics 4, zum Beispiel auch nach dem bloßen Ansehen einer Anzeige. Unterschiede zwischen beiden Werkzeugen sind deshalb normal und kein Fehler.
- Conversion feuert beim Klick auf den Knopf statt nach dem erfolgreichen Versand
- Dankeseite ist auch ohne Formular erreichbar und zählt Besuche als Conversion
- Tag doppelt eingebunden, über den Google Tag Manager und ein Plugin
- Partner-ID eines alten oder fremden Werbekontos
- Tag lädt ohne Einwilligung oder trotz Ablehnung
LinkedIn-Tracking einrichten lassen
Den LinkedIn Insight Tag mit Conversions kannst du selbst einrichten oder einrichten lassen. Trackum richtet LinkedIn als Extra für 50 € ein, mit Insight Tag und Conversion-Tracking im Google Tag Manager, getestet mit und ohne Einwilligung. Ist noch keine Grundlage vorhanden, bringt die Einrichtung für 150 € Google Tag Manager, GA4 und Consent Mode v2 mit. Im Abo für 19 € pro Monat testet Trackum die Seite jede Woche und repariert ohne Aufpreis, was an der eingerichteten Messung nach einem Update kaputtgeht. Alle Preise zzgl. MwSt.
Häufige Fragen
Was ist der LinkedIn Insight Tag?
Der LinkedIn Insight Tag ist ein JavaScript-Code, den du auf deiner Website einbindest. Er misst Conversions aus LinkedIn-Kampagnen, ermöglicht Retargeting von Website-Besuchern und liefert Auswertungen über Branchen und Berufsgruppen deiner Besucher. Umgangssprachlich wird er auch LinkedIn Pixel genannt.
Wo finde ich die LinkedIn Partner-ID?
Die Partner-ID findest du im Campaign Manager deines Werbekontos in den Einstellungen des Insight Tag, erreichbar über den Signals Manager. Sie ist eine Zahl und steht auch im angezeigten Code-Schnipsel. Für die Einbindung über den Google Tag Manager reicht diese ID.
Braucht der LinkedIn Insight Tag eine Einwilligung?
In der Regel ja, weil er Cookies setzt und Daten für Werbezwecke an LinkedIn überträgt. Er sollte erst nach Zustimmung zur Kategorie Marketing laden. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Warum zeigt LinkedIn meinen Insight Tag als nicht aktiv an?
Meist wurde der Tag noch nicht aufgerufen, weil niemand der Einwilligung zugestimmt hat, oder die Partner-ID ist falsch. Teste die Seite mit Zustimmung und prüfe im Netzwerk-Bereich der Entwicklerwerkzeuge, ob Anfragen an LinkedIn gehen. Bis der Status im Campaign Manager wechselt, können laut LinkedIn bis zu 24 Stunden vergehen.
Quellen
- LinkedIn-Hilfe: Add the LinkedIn Insight Tag to your website linkedin.com
- LinkedIn-Hilfe: LinkedIn Insight Tag FAQs linkedin.com
- Microsoft Learn: LinkedIn Conversions Overview learn.microsoft.com
- Tag Manager-Hilfe: Unterstützung für den Einwilligungsmodus support.google.com
- § 25 TDDDG, gesetze-im-internet.de gesetze-im-internet.de
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