Trackum

Lead-Tracking einrichten: jede Anfrage mit Quelle und Kampagne

Woher kommen deine Anfragen wirklich? Mit sauberem Lead-Tracking steht in jeder Anfrage, aus welchem Kanal und welcher Kampagne sie stammt, bis ins CRM und zurück zu Google Ads.

Anleitung · · 5 Min. Lesezeit · Mit KI erstellt und KI-gestützt geprüft am

Lead-Tracking einrichten: jede Anfrage mit Quelle und Kampagne
Foto: Melanie Deziel auf Unsplash

Lead-Tracking heißt: Jede Anfrage, die über deine Website hereinkommt, wird gemessen und bekommt ihre Herkunft mit, also Kanal, Kampagne und, wenn vorhanden, die Klick-ID aus der Anzeige. Dafür misst du Formulare, Anrufe und E-Mail-Klicks als Ereignisse in Google Analytics 4 (GA4), speicherst Quelle und Kampagne in versteckten Formularfeldern und überträgst sie zusammen mit der Anfrage ins CRM. Am Ende siehst du nicht nur, wie viele Leads ein Kanal bringt, sondern auch, welche davon zu Aufträgen werden. Genau diese Information fehlt in den meisten Firmen, weil die Lead-Quelle nach dem ersten Klick verloren geht.

Was unterscheidet Lead-Tracking von Conversion-Tracking?

Conversion-Tracking in GA4, Google Ads oder Meta zählt, wie oft ein Formular abgeschickt wurde. Lead-Tracking ordnet zusätzlich jede einzelne Anfrage ihrer Herkunft zu. Das ist nützlich, beantwortet aber nur die halbe Frage. Im Werkzeug siehst du, dass eine Kampagne zehn Anfragen gebracht hat. Im Postfach siehst du zehn Anfragen, aber nicht, welche davon aus dieser Kampagne stammen. Die Verbindung zwischen der einzelnen Anfrage und ihrer Herkunft fehlt.

Lead-Tracking schließt diese Lücke und sorgt dafür, dass die Herkunft in der Anfrage selbst steht. Damit kannst du später fragen: Welcher Kanal bringt Anfragen, die tatsächlich zu Angeboten und Aufträgen führen? Für B2B-Dienstleister und Handwerksbetriebe, bei denen zwischen Anfrage und Auftrag Wochen liegen, ist das oft wichtiger als die reine Zahl der Leads.

Welche Daten gehören zu jedem Lead?

Beim Lead-Tracking legst du vorher fest, welche Herkunftsdaten (Lead-Quelle) jede Anfrage mitbekommt. Je einheitlicher diese Felder sind, desto leichter wird die spätere Auswertung im CRM.

  • Quelle und Medium, zum Beispiel google und cpc, newsletter und email oder linkedin und paid_social.
  • Kampagne aus utm_campaign oder aus der Kampagne in Google Ads.
  • Klick-IDs wie gclid von Google Ads, fbclid von Meta oder msclkid von Microsoft Ads.
  • Einstiegsseite, also die erste Seite, auf der der Besucher gelandet ist.
  • Seite, auf der das Formular abgeschickt wurde, und Zeitpunkt der Anfrage.

Die Klick-IDs sind besonders wertvoll. Mit ihnen kannst du später zurückmelden, welche Anfrage zu einem Auftrag wurde, und Google Ads oder Meta lernen dadurch, auf gute Anfragen zu optimieren statt auf beliebige Formulare.

Passend dazu: Meta Pixel (Facebook Pixel) im Google Tag Manager einrichten

Formulare: Leads tracken mit versteckten Feldern

Der wichtigste Baustein, um Leads aus Formularen zu tracken, ist ein kleines Skript, das beim ersten Seitenaufruf UTM-Parameter und Klick-IDs aus der URL liest und für den Besuch speichert. Klickt der Besucher weiter, bleiben die Werte erhalten. Beim Absenden eines Formulars schreibt das Skript sie in versteckte Felder, die du im Formular-Plugin angelegt hast. So landen sie in der Benachrichtigungs-E-Mail und im CRM, ohne dass der Besucher etwas davon merkt.

Parallel misst du das Absenden als Ereignis in GA4, zum Beispiel generate_lead, und als Conversion in Google Ads und Meta. Wichtig ist, dass das Ereignis nur bei erfolgreichem Absenden ausgelöst wird, nicht schon beim Klick auf den Senden-Button. Sonst zählen auch Versuche mit Fehlermeldung. Gute Formular-Plugins lösen nach erfolgreichem Absenden ein eigenes Ereignis aus, auf das ein Trigger im Google Tag Manager reagieren kann.

Entscheide außerdem, welche Herkunft zählt, wenn ein Besucher mehrmals kommt. Speicherst du nur den ersten Kontakt, siehst du, welcher Kanal Menschen auf dich aufmerksam macht. Speicherst du nur den letzten, siehst du, welcher Kanal den Ausschlag für die Anfrage gibt. Viele Firmen speichern beides in getrennten Feldern. Achte dabei darauf, dass ein späterer Direktaufruf ohne Parameter die gespeicherte Kampagne nicht mit einem leeren Wert überschreibt. Das ist einer der häufigsten Fehler bei selbst gebauten Lösungen.

Wie trackst du Anrufe, E-Mails und WhatsApp?

Viele Leads kommen nicht über das Formular. Klicks auf die Telefonnummer, auf die E-Mail-Adresse oder auf einen WhatsApp-Link misst du als eigene Ereignisse. Das zeigt, dass jemand Kontakt aufnehmen wollte, aber nicht, ob das Gespräch stattgefunden hat. Für Anrufe aus Google-Anzeigen bietet Google Ads eigene Anruf-Conversions mit einer einstellbaren Mindestdauer. Mit Google-Weiterleitungsnummern erfasst Google Ads auch Anrufe über die Nummer auf deiner Website, allerdings nur von Besuchern, die über eine Anzeige kamen. Wenn ein großer Teil deiner Leads telefonisch kommt und du jeden Anruf aus allen Kanälen einer Kampagne zuordnen willst, brauchst du dynamische Rufnummern eines Call-Tracking-Dienstes. Das ist der Bereich, in dem eine eigene Lead-Tracking-Software am ehesten sinnvoll ist.

Kontaktwege im Lead-Tracking
KontaktwegWas du misstWomit
KontaktformularErfolgreiches Absenden mit Quelle und KampagneGA4-Ereignis generate_lead, versteckte Felder, CRM
Klick auf TelefonnummerAbsicht zum Anruf, nicht das GesprächEreignis über den Google Tag Manager
Anruf aus einer Google-AnzeigeAnruf mit MindestdauerAnruf-Conversions in Google Ads
Anruf über die Website aus allen KanälenJeder Anruf mit KampagneDynamische Rufnummern eines Call-Tracking-Dienstes
Klick auf E-Mail-Adresse oder WhatsAppAbsicht zur KontaktaufnahmeEreignis über den Google Tag Manager

Passend dazu: Borlabs Cookie mit Consent Mode v2 und Tag Manager verbinden

Übergabe ins CRM: HubSpot, Pipedrive und Co.

Im CRM legst du für jede Herkunftsangabe ein eigenes Feld an: Quelle, Medium, Kampagne, gclid, fbclid, Einstiegsseite. Die Anfrage kommt entweder direkt über eine Schnittstelle des Formular-Plugins, über ein Werkzeug wie Zapier, Make oder n8n oder über die eingebaute Formularfunktion des CRM ins System. Prüfe nach der Einrichtung mit einer Testanfrage aus einem UTM-Link, ob jedes Feld korrekt gefüllt wird.

Der zweite Schritt bei der Übergabe ins CRM ist der Rückweg. Wenn im CRM aus einer Anfrage ein Angebot oder Auftrag wird, kannst du das über die gespeicherte Klick-ID als Offline-Conversion an Google Ads zurückmelden. Meta nimmt solche Ereignisse über die Conversions API für CRM an und gleicht sie über Klick-ID und Kundendaten ab. Die Werbeplattformen sehen dann, welche Klicks zu Umsatz geführt haben. Bei Google Ads funktioniert das nur, wenn die Klick-ID von Anfang an mitgespeichert wurde.

Datenschutz beim Lead-Tracking

Beim Lead-Tracking ist das Speichern von UTM-Werten und Klick-IDs im Browser, etwa in einem Cookie oder im Session Storage, ein Zugriff auf das Endgerät nach § 25 TDDDG und kann eine Einwilligung erfordern. Kläre mit deiner Datenschutzberatung, ob und wann du die Werte speichern darfst. Im CRM sind die Herkunftsangaben Teil der Kundendaten. Beschreibe die Verarbeitung in der Datenschutzerklärung und übertrage Daten an Werbeplattformen nur mit passender Rechtsgrundlage. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Auswertung je Kanal: Beispiel B2B-Dienstleister

Ein Steuerberatungsbüro wirbt mit Google Ads, LinkedIn und einem monatlichen Newsletter. In GA4 sieht es so aus, als bringe Google Ads die meisten Anfragen. Nach der Einrichtung des Lead-Trackings zeigt das CRM nach drei Monaten ein anderes Bild: Google Ads bringt viele Anfragen, aber viele davon suchen nur eine einmalige Auskunft. Die Anfragen aus dem Newsletter sind seltener, führen aber deutlich öfter zu einem Mandat. Das Büro verschiebt Budget, ändert die Keywords in Google Ads und meldet Mandate über die gclid als Offline-Conversion zurück. Die Gebotsstrategie optimiert danach auf Mandate statt auf beliebige Formulare.

Für die Auswertung reicht eine einfache Tabelle oder ein Bericht im CRM: Anfragen je Kanal, davon qualifiziert, davon Auftrag, Werbekosten je Kanal. Daraus ergeben sich Kosten je Anfrage und Kosten je Auftrag. Erst die zweite Zahl zeigt, wo dein Budget wirklich wirkt.

Lead-Tracking einrichten lassen

Trackum richtet Lead-Tracking im Google Tag Manager deiner Seite ein und testet es mit und ohne Einwilligung. Die Extras kosten je 50 € zzgl. MwSt.: Kampagnen-Daten in Formularen, damit UTM-Parameter und Klick-IDs in jeder Anfrage stehen, Anfragen ins CRM für HubSpot, Pipedrive, Brevo, Salesforce oder über Zapier, Make und n8n, und Verkäufe zurück an Google Ads und Meta als Offline-Conversions aus dem CRM. Mit dem Gratis-Check von Trackum siehst du vorher, ob deine Formulare heute überhaupt richtig gemessen werden.

Häufige Fragen

Was ist Lead-Tracking?

Lead-Tracking bedeutet, jede Anfrage über Formular, Telefon oder E-Mail zu messen und ihr die Herkunft zuzuordnen: Kanal, Kampagne und, wenn vorhanden, die Klick-ID aus der Anzeige. So siehst du nicht nur, wie viele Leads du hast, sondern woher die guten kommen.

Wie kann ich Leads tracken, ohne eine teure Software zu kaufen?

Für die meisten kleinen und mittleren Firmen reichen Google Analytics 4, der Google Tag Manager, versteckte Formularfelder für Quelle und Kampagne und ein CRM, in dem diese Felder gespeichert werden. Eigene Lead-Tracking-Software lohnt sich vor allem bei vielen Anrufen oder sehr vielen Kanälen.

Wie erfahre ich die Lead-Quelle bei Telefonanrufen?

Klicks auf die Telefonnummer der Website lassen sich als Ereignis messen. Für Anrufe aus Google-Anzeigen bietet Google Ads eigene Anruf-Conversions. Wer jeden Anruf aus allen Kanälen einer Kampagne zuordnen will, braucht dynamische Rufnummern eines Call-Tracking-Dienstes.

Ist Lead-Tracking mit der DSGVO vereinbar?

Ja, wenn du es sauber umsetzt. Das Speichern von Kampagnendaten im Browser kann eine Einwilligung nach § 25 TDDDG erfordern, und im CRM gelten die üblichen Regeln für Kundendaten. Beschreibe die Verarbeitung in deiner Datenschutzerklärung. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Quellen

  1. Google Analytics-Hilfe: Empfohlene Ereignisse support.google.com
  2. Google Ads-Hilfe: Anrufe bei einer Telefonnummer auf einer Website erfassen support.google.com
  3. Google Ads-Hilfe: Offline-Conversion-Importe support.google.com
  4. Meta for Developers: Integration der Conversions API für CRM developers.facebook.com
Hilfe