Google Ads Conversion einrichten: Conversion-Aktion erstellen
So legst du eine Conversion-Aktion in Google Ads richtig an: welche Einstellungen für Anfragen und Käufe passen, wie ID und Label in den Google Tag Manager kommen und wie du testest.

Um eine Google Ads Conversion einzurichten, legst du in Google Ads eine Conversion-Aktion für die Website an, wählst Kategorie, Wert, Zählweise und Zeitfenster und übernimmst danach Conversion-ID und Conversion-Label in einen Tag im Google Tag Manager. Erst wenn ein Test zeigt, dass der Tag beim Absenden einer Anfrage oder beim Kauf auslöst, ist die Einrichtung fertig.
Eine Conversion-Aktion ist in Google Ads die Definition einer Handlung, die für dein Geschäft zählt: eine Kontaktanfrage, ein Kauf, ein Anruf oder eine Terminbuchung. Google Ads nutzt diese Aktionen für die Berichte und, bei automatischen Gebotsstrategien, als Lernsignal. Eine falsch eingestellte Aktion führt deshalb nicht nur zu falschen Zahlen, sondern auch zu Geboten, die auf das Falsche optimieren.
Was brauchst du, bevor du eine Conversion-Aktion erstellst?
Bevor du eine Conversion-Aktion erstellst, kläre drei Dinge. Erstens: Welche Handlung soll zählen, und woran erkennt man technisch, dass sie passiert ist? Bei einem Kontaktformular ist das die Danke-Seite oder ein Ereignis wie generate_lead, das nach dem erfolgreichen Absenden ausgelöst wird. Bei einem Shop ist es die Bestellbestätigung mit dem Ereignis purchase. Zweitens: Welchen Wert hat diese Handlung für dich? Drittens: Ist der Google Tag Manager auf allen Seiten eingebunden, und ist er mit deinem Cookie-Banner über den Google Consent Mode v2 verbunden?
- Zugriff auf das Konto in Google Ads mit Administrator- oder Standardrechten
- Zugriff auf den Google-Tag-Manager-Container der Website mit dem Recht zum Veröffentlichen
- ein eindeutiges Signal für den Erfolg, zum Beispiel Danke-Seite oder Ereignis generate_lead
- eine Entscheidung über den Wert je Anfrage oder den Bestellwert aus dem Shop
- ein Cookie-Banner, das Einwilligungen an den Consent Mode weitergibt
Google Ads Conversion einrichten: die Schritte im Konto
Die Conversion-Aktion legst du in Google Ads im Bereich Zielvorhaben unter Conversions an. Dort startest du eine neue Conversion-Aktion und wählst als Quelle die Website. Google Ads fragt nach deiner Domain und prüft, ob bereits ein Google-Tag gefunden wird. Für die Einrichtung mit dem Google Tag Manager wählst du den Weg, die Conversion-Aktion manuell mit Code einzurichten. Die Bezeichnungen in der Oberfläche ändern sich gelegentlich, der Ablauf bleibt aber gleich: Quelle wählen, Aktion beschreiben, Tag einrichten.
Im zweiten Schritt beschreibst du die Aktion. Du wählst eine Kategorie wie Kauf, Lead-Formular senden, Kontakt oder Termin buchen. Die Kategorie bestimmt, unter welchem Zielvorhaben die Aktion in Google Ads geführt wird und wie sie in Kampagnen genutzt wird. Gib der Aktion einen klaren Namen, der auch in einem Jahr noch verständlich ist, etwa Kontaktformular Website oder Kauf Onlineshop. Namen wie Test 2 oder Conversion neu machen die spätere Auswertung schwer.
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Wert, Zählweise und Zeitfenster richtig festlegen
Die drei wichtigsten Einstellungen einer Conversion-Aktion sind Wert, Zählweise und Conversion-Zeitraum. Sie entscheiden, was Google Ads als Erfolg versteht und wie automatische Gebote lernen. Die folgende Tabelle zeigt typische Einstellungen für eine Anfrage und für einen Kauf. Die Empfehlungen zur Zählweise entsprechen der Hilfe von Google Ads.
| Einstellung | Anfrage über Formular | Kauf im Onlineshop |
|---|---|---|
| Kategorie | Lead-Formular senden oder Kontakt | Kauf |
| Wert | fester Wert je Anfrage, aus deinen Abschlussquoten geschätzt | unterschiedlicher Wert, Bestellwert aus dem Shop |
| Zählweise | Eine: mehrere Anfragen nach einem Klick zählen einmal | Jede: jeder Kauf zählt |
| Conversion-Zeitraum nach Klick | 30 Tage (Standard), bei langen Entscheidungen bis 90 Tage | 30 Tage (Standard), oft kürzer passend zum Kaufzyklus |
| Primär oder sekundär | primär, wenn Kampagnen darauf optimieren sollen | primär |
Beim Wert gibt es drei Möglichkeiten: denselben Wert für jede Conversion, unterschiedliche Werte je Conversion oder keinen Wert. Für Anfragen ist ein fester Wert sinnvoll, den du aus deinen Zahlen ableitest. Wenn aus zehn Anfragen im Schnitt ein Auftrag mit 2.000 Euro Deckungsbeitrag wird, sind 200 Euro je Anfrage ein guter Startwert. Für einen Shop übergibst du den echten Bestellwert und die Währung. Der Conversion-Zeitraum nach einem Klick lässt sich zwischen 1 und 90 Tagen einstellen, der Standard sind 30 Tage. Das Zeitfenster für View-through-Conversions liegt standardmäßig bei einem Tag. Beim Attributionsmodell ist das datengetriebene Modell der Standard.
Wie kommen Conversion-ID und Conversion-Label in den Google Tag Manager?
Nach dem Speichern zeigt Google Ads die Optionen für die Tag-Einrichtung. Wählst du den Google Tag Manager, siehst du die Conversion-ID und das Conversion-Label. Die Conversion-ID gilt für das ganze Konto, das Label ist für jede Aktion verschieden. Im Google Tag Manager legst du einen neuen Tag vom Typ Google Ads-Conversion-Tracking an und trägst beide Werte ein. Für Shops kommen der Conversion-Wert, die Transaktions-ID und der Währungscode dazu, meist aus Variablen der Datenschicht.
Als Trigger wählst du das Signal, das du vorher festgelegt hast: einen Seitenaufruf der Danke-Seite oder ein benutzerdefiniertes Ereignis wie generate_lead oder purchase. Zusätzlich gehört ein Tag vom Typ Conversion-Verknüpfung in den Google-Tag-Manager-Container, der auf allen Seiten auslöst. Er speichert die Klick-Information aus der Anzeige, damit eine spätere Anfrage dem Klick zugeordnet werden kann. Mit dem Consent Mode v2 beachten die Google-Tags die Einwilligung des Besuchers automatisch.
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Wie testest du die neue Conversion-Aktion?
Den Test machst du im Vorschaumodus des Google Tag Managers. Öffne deine Seite über die Vorschau, akzeptiere im Cookie-Banner, sende eine echte Testanfrage ab und prüfe, ob der Google Ads-Conversion-Tag beim richtigen Ereignis ausgelöst wurde und nur einmal. Wiederhole den Test mit abgelehntem Banner: Dann darf der Tag im einfachen Consent Mode gar nicht senden und im erweiterten Consent Mode nur cookielose Signale ohne Cookies für Werbung.
- Tag löst beim Seitenaufruf statt beim Absenden aus: Trigger prüfen
- Tag löst zweimal aus: doppelte Trigger oder ein zweites Tracking im Seitencode
- Status bleibt Inaktiv: Label vertauscht oder Tag nicht veröffentlicht
- Werte fehlen beim Kauf: Variable aus der Datenschicht leer
- viel weniger Conversions als Anfragen: Einwilligung oder Zeitfenster prüfen
Nach dem Veröffentlichen der Google-Tag-Manager-Version kann es einige Stunden bis zu einem Tag dauern, bis Google Ads den Status der Aktion aktualisiert. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Handwerksbetrieb legt die Aktion Kontaktformular Website an, Kategorie Lead-Formular senden, fester Wert 150 Euro, Zählweise Eine. Am nächsten Tag zeigt Google Ads die Testanfrage, und die Aktion steht auf Aktiv. Danach lohnt ein Blick in die Spalte Conversions der Kampagne, ob die Zahlen zu den Anfragen im Postfach passen.
Primäre und sekundäre Aktionen: Was zählt für Gebote?
Google Ads unterscheidet primäre und sekundäre Conversion-Aktionen. Primäre Aktionen erscheinen in der Spalte Conversions und werden von automatischen Gebotsstrategien genutzt, sofern sie zu den Zielvorhaben der Kampagne gehören. Sekundäre Aktionen siehst du nur in der Spalte Alle Conversions, sie dienen der Beobachtung. Ein häufiger Fehler ist, Klicks auf die Telefonnummer, Downloads und echte Anfragen gleichzeitig als primär zu führen. Dann optimiert die Kampagne auf das, was am häufigsten passiert, und nicht auf das, was Umsatz bringt.
Auch doppelte Aktionen sind ein typisches Problem. Wer die Anfrage einmal über den Google Tag Manager misst und zusätzlich ein Schlüsselereignis aus Google Analytics 4 (GA4) als primäre Aktion importiert, zählt jede Anfrage zweimal. Entscheide dich für eine Quelle als primär und setze die andere auf sekundär.
Conversion-Aktion einrichten lassen
Wenn du dir die Schritte sparen willst: Trackum richtet das Conversion-Tracking für Google Ads als Extra für 50 Euro ein, zusätzlich zur Einrichtung von Google Tag Manager, GA4 und Consent Mode v2 für 150 Euro. Mit Zugriff auf dein Konto in Google Ads legt Trackum die Conversion-Aktionen selbst an, setzt die passenden Tags im Google Tag Manager ein und testet alles mit und ohne Einwilligung in der Vorschau, bevor etwas live geht. Live geht es erst nach deiner Freigabe, alle Preise zzgl. MwSt. Ob deine Seite heute schon vor der Einwilligung an Google Ads sendet, zeigt dir vorher der kostenlose Gratis-Check.
Häufige Fragen
Wie viele Conversion-Aktionen sollte ich in Google Ads anlegen?
So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Für jedes echte Geschäftsziel eine eigene Aktion, also zum Beispiel eine für Anfragen und eine für Käufe. Kleine Schritte wie Scrollen oder Klicks auf Menüpunkte gehören nicht als primäre Conversion in Google Ads.
Was ist der Unterschied zwischen Conversion-ID und Conversion-Label?
Die Conversion-ID gehört zu deinem Konto in Google Ads und ist für alle Aktionen gleich. Das Conversion-Label ist für jede Conversion-Aktion verschieden. Erst beide zusammen sagen Google Ads, welche Aktion gezählt werden soll.
Warum steht meine neue Conversion-Aktion auf Inaktiv?
Google Ads hat für diese Aktion noch keine Conversion empfangen. Das ist direkt nach dem Anlegen normal. Bleibt der Status auch nach einer echten Testanfrage und einigen Stunden so, löst der Tag nicht aus oder ID und Label passen nicht zur Aktion.
Kann ich eine Conversion-Aktion später ändern?
Ja, Name, Wert, Zählweise, Zeitfenster und die Einstufung als primäre oder sekundäre Aktion lassen sich in den Einstellungen der Aktion ändern. Die Änderungen gelten für neue Conversions, bereits gezählte Daten bleiben wie sie sind. Bei laufenden Kampagnen mit automatischen Geboten solltest du Änderungen bewusst und selten machen.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Web-Conversions einrichten support.google.com
- Tag Manager-Hilfe: Google Ads-Conversion-Tracking support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Conversion-Zeitraum support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Zählmethode für Conversions support.google.com
- Google Ads-Hilfe: Primäre und sekundäre Conversion-Aktionen support.google.com
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