Schlüsselereignisse in GA4 festlegen
In GA4 heißen Conversions seit 2024 Schlüsselereignisse. So markierst du sie, wählst die Zählmethode und nutzt sie in Google Ads.

Foto: Gustavo Alejandro Espinosa Reyes auf Unsplash
Was Schlüsselereignisse sind
Was in GA4 früher „Conversion“ hieß, heißt seit 2024 „Schlüsselereignis“. Die Funktion ist dieselbe: Du markierst Ereignisse, die für dein Geschäft zählen, und GA4 weist sie in den Berichten gesondert aus. Du siehst dann, wie viele Besucher ein Ziel erreicht haben, über welche Kanäle sie kamen und auf welchen Seiten es passiert ist. Der neue Name hat einen Grund: In Google Ads bedeutet „Conversion“ etwas Bestimmtes, nämlich eine Aktion, auf die Gebote optimiert werden. In GA4 ist ein Schlüsselereignis erst einmal nur eine Markierung.
Die Auswahl entscheidet über den Wert deiner Auswertung. Markiere nur echte Geschäftsziele, etwa eine Anfrage, einen Kauf oder eine Registrierung. Scrollen oder Seitenaufrufe gehören nicht dazu: Sie treten bei fast jedem Besuch auf und verwässern die Auswertung. Stell dir die Frage: Wäre ich zufrieden, wenn davon mehr passieren würde, ohne dass ich weiter nachfragen müsste? Wenn ja, ist es ein Kandidat.
Beispiele: was zählt und was nicht
Ein Handwerksbetrieb mit Kontaktformular markiert die erfolgreiche Anfrage, zum Beispiel als generate_lead, und vielleicht den Klick auf den Telefonlink als zweites Ziel. Ein kleiner Shop markiert purchase, gegebenenfalls begin_checkout als Zwischenschritt für die Analyse, aber nicht jeden Seitenaufruf der Produktseiten. Eine Arztpraxis mit Online-Termin markiert die bestätigte Terminbuchung, nicht das Öffnen der Terminseite.
Die Ereignisse selbst entstehen nicht durch das Markieren. GA4 muss sie vorher empfangen, entweder automatisch erfasst, über die erweiterte Messung oder durch eigene Tags im Tag Manager. Schlüsselereignisse sind also der letzte Schritt einer Kette: erst messen, dann prüfen, dann markieren.
- Anfrage: erfolgreich abgeschicktes Formular, nicht der Klick auf „Absenden“.
- Kauf: die Bestellbestätigung mit eindeutiger Bestellnummer.
- Registrierung oder Newsletter-Anmeldung, wenn sie für dich ein Ziel ist.
- Anruf- oder E-Mail-Klick, wenn Kunden vor allem telefonieren, mit dem Wissen, dass ein Klick kein Anruf ist.
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Ereignisse markieren
Die Markierung findest du in der Verwaltung unter „Ereignisse“ bzw. „Schlüsselereignisse“. Das Ereignis muss dafür bereits bei dir ankommen. Fehlt es in der Liste, muss es zuerst gemessen werden, zum Beispiel über den Tag Manager. In der Liste der Ereignisse schaltest du bei dem gewünschten Eintrag die Markierung als Schlüsselereignis ein. Ein neues Ereignis taucht in der Liste oft erst nach einiger Zeit auf, daher kannst du in den Schlüsselereignissen auch einen Namen eintragen, der noch nicht erschienen ist, und GA4 beginnt damit zu zählen, sobald er eintrifft.
- Verwaltung öffnen, Ereignisse bzw. Schlüsselereignisse wählen.
- Das passende Ereignis aus der Liste als Schlüsselereignis markieren.
- Prüfen, dass das Ereignis tatsächlich bei echten Zielen auslöst.
Das letzte ist der wichtigste Punkt. Teste jedes Ereignis in der DebugView oder im Vorschaumodus, bevor du es als Schlüsselereignis markierst, und achte auf die Namensschreibweise: GA4 unterscheidet Groß- und Kleinschreibung, und „Generate_Lead“ ist nicht dasselbe wie „generate_lead“.
Die Zählmethode
Für jedes Schlüsselereignis legst du fest, wie oft es zählt: einmal je Sitzung oder bei jedem Auftreten. Die Wahl hängt vom Ziel ab. Kann jemand in einer Sitzung mehrmals kaufen und willst du jeden Kauf zählen, wählst du „bei jedem Auftreten“. Bei Anfragen oder Anmeldungen reicht oft „einmal je Sitzung“, damit ein mehrfaches Absenden nicht mehrere Conversions erzeugt.
Beim Kauf ist „bei jedem Auftreten“ meist richtig, weil jede Bestellung einen eigenen Umsatz hat. Bei einem Kontaktformular fragst du dich, ob dir die zweite Anfrage derselben Person in einer Sitzung etwas bedeutet. Meist nicht, sie ist nur Doppelklick oder Korrektur. Bleib bei einer Entscheidung, sonst sind Zeiträume nicht vergleichbar, denn die Änderung gilt nicht rückwirkend für bereits gezählte Daten.
In Google Ads importieren
Schlüsselereignisse lassen sich in Google Ads als Conversions importieren. Voraussetzung ist, dass GA4 und Google Ads verknüpft sind. Du legst in Google Ads eine neue Conversion-Aktion an und wählst den Import aus Google Analytics 4. Google Ads nutzt sie dann für Berichte und Optimierung.
Importiere nur die Ereignisse, nach denen deine Kampagnen wirklich optimiert werden sollen. Je klarer die Signale, desto besser die Steuerung. Ein Anruf-Klick als Hauptziel neben einer echten Anfrage verschiebt die Gebote in Richtung billiger Klicks, die nicht zu Kunden führen. Überlege, ob manche Ziele nur zur Beobachtung dienen sollen, und importiere sie dann nicht oder als Nebenziel. Und denke an die Einwilligung: Werbe-Conversions dürfen nur nach Zustimmung gemessen werden.
Weniger ist mehr
Konzentriere dich auf wenige Schlüsselereignisse, die dein Geschäftsziel messen. Viele Markierungen blähen die Zahlen auf, ohne etwas zu belegen: Du siehst dann viele Conversions, aber wenig Umsatz. Gehe einmal im Quartal die Liste durch und frage bei jedem Eintrag, ob jemand die Zahl wirklich nutzt. Was keiner anschaut, nimmst du heraus.
Typische Fehler und wie du sie erkennst
Der häufigste Fehler ist ein Schlüsselereignis, das zu oft zählt. Erkennbar ist er daran, dass GA4 deutlich mehr Anfragen ausweist, als in deinem Postfach ankommen. Meist feuert das Ereignis schon beim Klick statt beim Erfolg, oder es feuert doppelt, weil zwei Tags dasselbe senden. Der zweite Fehler ist ein Ereignis, das nie zählt, weil der Name im Tag nicht exakt dem markierten Namen entspricht. Du siehst das daran, dass der Eintrag in der Liste der Schlüsselereignisse dauerhaft bei null steht.
Ein dritter Fall sind Ereignisse, die nur ohne Einwilligung fehlen: Die Zahlen sind dann im Vergleich zur Realität zu niedrig, aber das ist kein Fehler im Tag, sondern die Folge der abgelehnten Einwilligung. Vergleiche deshalb nie bis auf die letzte Stelle, sondern achte auf Trends und grobe Verhältnisse. Und prüfe nach jeder Änderung an Website oder Tag Manager, ob die Ereignisse noch ankommen, denn ein Relaunch oder ein Plugin-Update beendet Tracking oft unbemerkt.
Wenn du es nicht selbst machen willst
Das Markieren dauert Minuten. Aufwendig ist, die Ereignisse sauber zu messen, mit Einwilligung zu verbinden und mit Google Ads abzugleichen. Trackum richtet GA4 und Google Ads ein, mit festen Preisen vorab und getestet mit und ohne Einwilligung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Conversion und Schlüsselereignis?
Es ist derselbe Begriff: Seit 2024 heißen die Conversions in GA4 „Schlüsselereignisse“.
Muss ich bestehende Conversions neu anlegen?
Nein. Bereits markierte Ereignisse sind weiterhin vorhanden, sie heißen jetzt nur Schlüsselereignisse. Prüfe in der Verwaltung, ob die Liste stimmt.
Wie oft zählt ein Schlüsselereignis?
Du wählst: einmal je Sitzung oder bei jedem Auftreten. Für Käufe ist oft „bei jedem Auftreten“ sinnvoll, für Anfragen „einmal je Sitzung“.
Kann ich Schlüsselereignisse in Google Ads nutzen?
Ja, du kannst sie als Conversions importieren, wenn GA4 und Google Ads verknüpft sind.
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