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Borlabs Cookie mit Consent Mode v2 und Tag Manager verbinden

Borlabs Cookie erfasst die Einwilligung, der Tag Manager liefert die Tags aus. Wie du beides ohne Doppelungen verbindest und im Vorschaumodus prüfst.

Anleitung · 4. November 2026 · 4 Min. Lesezeit

Foto: QingYu auf Unsplash

Wer macht was: Banner, Tag Manager, Google-Tags

Bei einer WordPress-Seite mit Borlabs Cookie und Google Tag Manager arbeiten drei Teile zusammen, und die meisten Probleme entstehen, weil unklar ist, wer wofür zuständig ist. Borlabs Cookie ist ein Cookie-Banner-Plugin für WordPress. Es zeigt das Banner, speichert die Wahl deiner Besucher und teilt sie der Seite mit. Der Tag Manager ist die Weiche: Er entscheidet, welche Tags wann laufen. Die Google-Tags selbst, etwa für GA4 oder Google Ads, senden die Daten. Neuere Borlabs-Versionen unterstützen den Google Consent Mode, und bei Zustimmung schreibt Borlabs Ereignisse in den dataLayer, zum Beispiel für die Gruppen Statistiken und Marketing.

Der Consent Mode ist der Weg, den Google-Tags den Einwilligungsstatus mitzuteilen. Beim Laden der Seite gilt zunächst ein Standardwert, in der Regel „abgelehnt“. Sobald der Besucher im Banner gewählt hat, folgt ein Update mit dem tatsächlichen Status. Version 2 kennt zusätzlich die Signale ad_user_data und ad_personalization. Ist der Consent Mode aktiv und korrekt angebunden, übernehmen die Google-Tags den Status selbst. Ist er nicht aktiv, musst du die Einwilligung im Tag Manager über die Borlabs-Ereignisse steuern. Beide Varianten sind gangbar; entscheidend ist, dass du dich für eine bewusst entscheidest und sie testest.

Keine Doppelungen: Google-Dienste nur über den Tag Manager

Der häufigste Fehler in dieser Konstellation ist die doppelte Einbindung. Google Analytics oder Google Ads laufen über den Tag Manager und sind zusätzlich als eigener Inhalt oder Dienst in Borlabs hinterlegt. Dann laden zwei Systeme dieselben Skripte. Seitenaufrufe werden doppelt gezählt, und die Einwilligung wird an zwei Stellen unterschiedlich ausgewertet: Das eine System respektiert die Ablehnung, das andere vielleicht nicht. Die Faustregel lautet: Alles, was über den Tag Manager läuft, bindest du nicht zusätzlich in Borlabs ein. Borlabs bleibt dann zuständig für Banner und Einwilligung, der Tag Manager für die Auslieferung der Tags.

Prüfe deshalb in Borlabs, ob dort noch Einträge für Google-Dienste aktiv sind, und entferne sie, wenn der Tag Manager diese Aufgabe übernimmt. Schau außerdem im Quelltext der Seite nach, ob irgendwo ein Google-Code fest eingebaut ist, etwa im Theme oder in einem anderen Plugin. Ein solcher Code sendet unabhängig vom Banner und macht jede saubere Einwilligungssteuerung zunichte.

Passend dazu: Meta Pixel über den Google Tag Manager einrichten

Einrichtung im Tag Manager Schritt für Schritt

Die Reihenfolge ist wichtig. Zuerst setzt du die Standard-Einwilligung auf „abgelehnt“, und zwar so, dass sie vor allen anderen Tags gilt. Wenn die Standardwerte zu spät kommen, sind die ersten Anfragen längst gesendet, bevor überhaupt jemand gewählt hat. Danach verbindest du die Borlabs-Signale mit den Tags. Welche Ereignisnamen dein Borlabs tatsächlich in den dataLayer schreibt, hängt von Version und Einstellungen ab. Du erkennst sie im Vorschaumodus des Tag Managers in der Ereignisliste, statt sie aus einer Anleitung zu übernehmen. Ein Auslöser vom Typ „Benutzerdefiniertes Ereignis“ muss exakt zu diesem Namen passen, auch in der Groß- und Kleinschreibung.

  • Standard-Einwilligung „abgelehnt“ vor allen anderen Tags setzen.
  • Im Vorschaumodus ablesen, welche Ereignisse Borlabs nach Zustimmung in den dataLayer schreibt.
  • Für Analyse- und Werbe-Tags einen Auslöser auf das passende Borlabs-Ereignis anlegen.
  • An jedem dieser Tags die Einwilligungsprüfung in den erweiterten Einstellungen setzen.
  • Jeden Tag mit seinem Auslöser verbinden; ein Tag ohne passenden Auslöser läuft nie oder immer.

Beispiel: Handwerksbetrieb mit Kontaktformular

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Handwerksbetrieb mit WordPress-Seite und Kontaktformular misst Seitenaufrufe mit GA4 und die Formularsendung als Ereignis. Der GA4-Tag bekommt die Einwilligungsprüfung für Statistik. Der Tag für die Formularsendung ebenfalls. Lehnt ein Besucher ab, bleibt beides still. Stimmt er zu, startet GA4 und meldet auch die Formularsendung.

Testen in drei Durchläufen

Öffne den Vorschaumodus des Tag Managers und lade die Seite dreimal in frischen privaten Fenstern: ohne Wahl, nach „Ablehnen“ und nach „Alle akzeptieren“. Ohne Wahl und nach Ablehnung darf kein Analyse- oder Werbe-Tag feuern. Nach der Zustimmung muss der erste Seitenaufruf genau einmal ankommen, nicht zweimal. Achte dabei auf die Reihenfolge in der Ereignisliste: Die Standard-Einwilligung muss ganz am Anfang stehen, vor allen anderen Ereignissen.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Wird ein Tag wegen fehlender Einwilligung blockiert, holt der Tag Manager ihn nach der Zustimmung nicht von selbst nach. Das Zustimmungs-Ereignis muss deshalb als zusätzlicher Auslöser am Tag hängen, damit der Seitenaufruf nach dem Klick auf „Akzeptieren“ trotzdem gemessen wird. Teste außerdem auf dem Handy, denn dort ist das Banner manchmal anders eingebunden, und prüfe nach Updates von Borlabs, Theme oder Tag Manager erneut. Ein einmaliger Test reicht nicht, weil jede Aktualisierung das Zusammenspiel verändern kann.

Wenn es nicht klappt: typische Fehlerbilder

Feuert nach der Zustimmung nichts, passt meist der Name des Auslösers nicht exakt zum Borlabs-Ereignis, oder ein Tag hat gar keinen Auslöser. Feuert dagegen vor der Zustimmung etwas, liegt es fast immer an einem fest eingebauten Code im Theme oder an einem Tag ohne Einwilligungsprüfung. Werden Seitenaufrufe doppelt gezählt, ist der Container oder GA4 zweimal eingebunden, oder Borlabs lädt einen Google-Dienst zusätzlich.

Systematisch vorgehen und Hilfe holen

Geh systematisch vor: erst Quelltext und Plugin-Liste auf Doppelungen prüfen, dann die Ereignisliste im Vorschaumodus lesen, dann die Einwilligungsprüfung je Tag kontrollieren. Wer das nicht selbst übernehmen will, kann es einrichten und testen lassen. Trackum richtet Tracking mit Consent Mode v2 ein und testet mit und ohne Einwilligung.

Dieser Artikel beschreibt die technische Seite und ist keine Rechtsberatung. Ob und wie du einwilligungspflichtige Dienste einsetzt, bewertest du für deine Seite am besten mit fachkundiger Unterstützung.

Häufige Fragen

Muss ich Google-Dienste in Borlabs Cookie einbinden, wenn ich den Tag Manager nutze?

Nein. Laufen Analytics, Ads und Co. über den Tag Manager, bindest du sie nicht zusätzlich als eigene Inhalte in Borlabs ein, sonst werden sie doppelt geladen. Borlabs erfasst die Einwilligung, der Tag Manager liefert die Tags aus.

Welche Ereignisse schreibt Borlabs Cookie in den dataLayer?

Bei Zustimmung schreibt Borlabs Ereignisse in den dataLayer, zum Beispiel für die Gruppen Statistiken und Marketing. Die genauen Ereignisnamen hängen von Version und Einstellungen ab. Lies sie im Vorschaumodus des Tag Managers ab, statt sie zu raten.

Was passiert, wenn der Consent Mode nicht aktiv ist?

Dann kennen die Google-Tags den Einwilligungsstatus nicht von selbst. Du musst die Tags im Tag Manager über die Borlabs-Ereignisse steuern, sodass sie nur nach Zustimmung auslösen. Mit aktivem Consent Mode übernehmen die Tags den Status selbst.

Wie teste ich, ob die Verbindung funktioniert?

Nutze den Vorschaumodus des Tag Managers. Prüfe ohne Wahl, nach Ablehnen und nach Zustimmen, welche Ereignisse im dataLayer ankommen und welche Tags feuern. Ohne Zustimmung dürfen keine Analyse- und Werbe-Tags laufen.